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Verkehr

E-Autos: Solarzellen in der Straße lösen Ladeproblem

Ladehemmung passé? US-Tüftler wollen das lange, stationäre Laden von E-Autos umgehen und dafür Straßen in den USA mit Solarzellen pflastern. Per Crowdfunding scheint der Produktionsstart nun gesichert.
Illuminierter Highway: Mit Solarzellen als Straßenbelag könnten Fahrbahnmarkierungen zum Leuchten gebracht werden.

Illuminierter Highway: Mit Solarzellen als Straßenbelag könnten Fahrbahnmarkierungen zum Leuchten gebracht werden.

© Solar Roadways

Hamburg. Das Problem mit den langen Ladezeiten für Elektroautos könnte in Zukunft durch Solarzellen in der Straße gelöst werden. So schwebt es zumindest den US-Tüftlern Julie und Scott Brusaw vor, die für diese Idee vom US-Verkehrsministerium unterstützt werden und jüngst per Crowdfunding die nötigen Kosten zum Start der Serienproduktion gesammelt haben. Wie die Zeitschrift "Geo" (Ausgabe 8/2014) berichtet, hätten die Stromer sogar einen Zeitvorteil gegenüber allen anderen Antriebsarten: Per elektromagnetischer Induktion könnten sie über die Solarzellen während der Fahrt Energie tanken.

Im Fokus haben die Tüftler bei Ihrer Vision auch die Verkehrssicherheit. Die Solarmodule aus gehärtetem, rutschfestem Glas würden mit LED-Lämpchen versehen, die bei Bedarf Fahrbahnmarkierungen, Tempolimits oder Warnhinweise in die Straße projizieren könnten, so der Bericht. Dank integrierter Heizelemente sollen sogar vereiste Straßen der Vergangenheit angehören.

Wie teuer die Umsetzung solcher Pläne wären, schreibt "Geo" nicht. Doch die Brusaws, denen die Idee schon seit Längerem vorschwebt, haben ein Rechenmodell parat: Würden in den USA alle Straßen und weitere Flächen mit dem neuen Belag ausgestattet, könnte dreimal mehr Energie erzeugt werden, als das ganze Land verbraucht. Damit ließe sich der höhere Preis für den Straßenbelag kompensieren. Bereits 2006 gründeten die Tüftler unter dem Namen Solar Roadways im US-Staat Idaho ein Start-up. Um die Serienproduktion zu finanzieren, starteten sie im vergangenen April ihre Crowdfunding-Aktion, bei der sie über zwei Millionen US-Dollar sammelten.

dpa


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