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Alarmanlagen und Zusatzriegel: Campingmobile sichern

Viele Wohnmobile und Caravans halten jetzt wieder Winterschlaf. Damit sie keine Beute von Dieben werden, stellt man die Camper am besten sicher ab und rüstet sie einbruchssicher auf. Ein Überblick.
Nicht nur hartgesottene Wintercamper sollten ihren Caravan gegen Einbrecher sichern - auch wenn das Gefährt stillgelegt ist, kann es für Diebe interessant sein.

Nicht nur hartgesottene Wintercamper sollten ihren Caravan gegen Einbrecher sichern - auch wenn das Gefährt stillgelegt ist, kann es für Diebe interessant sein.

© Tobias Hase

Bad Winsheim. Wer kein Anhänger von Winter-Camping ist, dessen Wohnmobil oder Caravan bleibt über die Wintermonate ungenutzt. Der falsche Standort kann aber Diebe herausfordern, mal im Inneren zu schauen, ob es dort nicht etwas zu holen gibt.

Das Gefährt sollte aus diesem Grund nicht allzu abgeschieden stehen, sagt Thomas Schreiner vom Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). "Idealerweise ist die Straße beleuchtet, und es kommen auch öfters Passanten vorbei."

Ist der Camper während des Winters abgemeldet, darf er nicht auf öffentlichen Straßen stehen. Er parkt dann am sichersten auf einem eingezäunten Grundstück oder - noch besser - in einer Garage, erklärt Schreiner. Attraktive Beute seien ungenutzte Wohnmobile jedoch nicht, glaubt er. "Das Einbruch- und Diebstahlrisiko ist nicht sehr groß."

Er weist dabei auf Zahlen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Laut

GDV-Statistik wurden 2014 etwa 300 kaskoversicherte Camping-Fahrzeuge geklaut. "Diese Zahlen sind noch relativ gering." In einem abgestellten Camper rechnen Diebe nicht mit Wertsachen oder anderer lukrativer Beute und überlegen sich einen Einbruch genau, vermutet er.

Dennoch schadet es nicht, seinen Camper zu sichern. Denn davon profitiert man auch auf der nächsten Reise. Ein Überblick gängiger Maßnahmen zur Einbruchssicherung:

Bewegungsmelder: Wie am Haus macht der Bewegungsmelder an der Camper-Außenseite Licht, wenn sich jemand dem Fahrzeug nähert. "Das kann auf Diebe eine abschreckende Wirkung haben", sagt Schreiner.

Zusatzriegel: Türen, Fenster und Klappen am Aufbau des Wohnmobils und beim Caravan werden gerne von Dieben aufgehebelt. Dagegen helfen einbruchshemmende Zusatzriegel. Sie erschweren den Einstieg für die Verbrecher. Das kann oft schon reichen. "Statistiken zeigen, dass Einbrecher maximal fünf Minuten versuchen, in ein Auto einzusteigen", sagt der ARCD-Experte. Alle Riegel sollten sich aus Komfortgründen idealerweise mit demselben Schlüssel öffnen lassen.

Querstange: Sie ist ein effektiver Schutz für Fenster. Die Stange wird auf halber Fensterhöhe in den Rahmen gespannt. Zwar können die Einbrecher die Fenster aufbrechen oder einschlagen - doch die Stange halbiert das Einstiegsloch. "So kommen Diebe nicht hinein."

Alarmanlagen: Bewegungsmelder registrieren im Fahrzeug Bewegungen und schlagen an, wenn sich ein Fremder darin aufhält. Kontaktsensoren reagieren, wenn Diebe Türen, Fenstern oder Klappen öffnen. "Das sind die beiden gängigsten Alarmmethoden", erklärt Schreiner. Entsprechend ausgerüstete Systeme informieren im Alarmfall den Besitzer per SMS oder Anruf.

Heckleitersperre: Gerne steigen Diebe über die Dachluke ein. Doch dafür müssen sie erstmal auf das Camper-Dach kommen. Den Kletterversuch kann eine Heckleitersperre verhindern. "Das ist eine Alu-Platte, die über der Leiter fixiert wird", erklärt Schreiner. Statt der Sprossen finden Diebe dann nur eine glatte Metallfläche vor.

dpa


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