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Abstinenznachweis: MPU-Kandidaten sollten Mohn meiden

Verkehr Abstinenznachweis: MPU-Kandidaten sollten Mohn meiden

Mohnprodukte haben keine berauschende Wirkung. Aber sie können beim Drogenscreening positiv anschlagen. Die Folge: Wenn ein MPU-Kandidat zu viel Mohnkuchen verputzt hat, erhält er den Führerschein nicht zurück.

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Aus Schlafmohn kann Heroin hergestellt werden. Der Mohn in Deutschland ist aber fast opiatfrei. Bei einem Drogenscreening kann die Menge aber ausreichen, um positiv getestet zu werden.

Quelle: Peter Förster

Berlin. Autofahrer, die im Rahmen des "Idiotentests" zum Drogen-Screening müssen, sollten vorab nicht zu viel Mohnkuchen essen. Denn dies könne den sogenannten Abstinenznachweis bei der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) verfälschen, erklärt Markus Schäpe, Leiter Verkehrsrecht beim ADAC in München. Die Folge: Der Führerschein wird weiter einbehalten, denn der Autofahrer ist in der Beweispflicht.

Wer sich bei Mohnprodukten nicht zurückhält, könne laut Schäpe "den Anschein erwecken, illegale Substanzen zu sich genommen zu haben". Zum Hintergrund: Auch nach der Aufnahme von Mohnprodukten kann aufgrund einer immunchemischen Reaktion ein positiver Opiat-Befund auftreten. Dabei kann nicht immer zweifelsfrei zwischen einer Aufnahme von Heroin und Mohn unterschieden werden.

dpa

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