Die neue Anlage funktioniert: Diese erfreuliche Erfahrung machte gestern Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Zweiter von links) mit einigen Paddlern.
Marburg. Beim Fisch-Kanu-Pass, auch Borstenpass genannt, handelt sich um „eine Kombination aus Naturschutz und Kanutourismus-Förderung“, erklärte Bürgermeister Dr. Franz Kahle gestern bei der offiziellen Einweihung der Anlage. Durch diese könnten sowohl Kleinfische als auch leistungsschwächere bodenorientierte Fischarten die Fischaufstiegsanlage besser passieren, für die die bisherige Blockstein-Fischtreppe eine unüberwindbare Hürde darstellte. Der Einbau einer 10 Zentimeter starken Substratschicht unterhalb der Borsten mache das Wehr am Afföller auch für Kleinstlebewesen (Makrozobenthos) passierbar.Was für Fische gut ist, freut auch die Kanuten. Die müssen am Afföller Wehr nun nicht mehr aussteigen und das Kanu tragen. „Die Stadt wird für den Kanutourismus attraktiver“, sagte Ulrich Andersch, Vorsitzender des Kanuclubs Marburg. Immer wieder werde von Kanuten, die sich Marburg gern anschauen würden, die Frage gestellt, wie häufig sie aussteigen müssen. Mit der Anlage sei nun Hoffnung verbunden, dass auch in Wehrda und am Wehr am Grün, ein Borstenpass gebaut werde. Für das Wehr am Grün sei in der Tat ein Fisch-Kanu-Pass geplant, sagte Kahle auf Nachfrage der OP.
von Heike Horst
Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|