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Mit der OP zu mehr Kompetenz

News to use Mit der OP zu mehr Kompetenz

„Viele bilden aus - wir bilden weiter“, lautet das Motto der Initiative. Für 52 junge Menschen aus dem Landkreis beginnt am 1. September das Zeitungsprojekt „News to use“.

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Daniel Noll befindet sich im zweiten Monat seiner Ausbildung zum IT-Fachinformatiker bei der Oberhessischen Presse. Das Projekt „news to use“ wird den 20-Jährigen in den nächsten zwölf Monaten begleiten. Foto: Dennis Siepmann

Marburg. Das Projekt startet genau in diesem Moment - der Moment, in dem die Auszubildenden die Zeitung aufgeschlagen und damit beginnen, die ersten Zeilen zu lesen. Ab Samstag, 1. September, sorgt die Oberhessische Presse im Rahmen der Aktion „Zeitung und Ausbildung in Hessen - News to use“ in den teilnehmenden Betrieben aus der Region für die täglich aktuelle Zeitungslektüre.

Für die Dauer von zwölf Monaten erhalten die Auszubildenden täglich die OP nach Hause oder an den Arbeitsplatz geliefert. Ziel des Projektes ist es, die Lesekompetenzen der Teilnehmer zu steigern, die Ausdrucksfähigkeit zu verbessern und die Allgemeinbildung zu fördern.

Die Initiative richtete sich dabei an Auszubildende aller Berufsgruppen vom ersten bis zum dritten Lehrjahr. Bewusst haben sich die teilnehmenden Betriebe für „News to use“ entschieden. Das Bildungsprojekt sei eine Investition in die Zukunft, bekennt auch Stefan Waldschmidt, Geschäftsleiter für Personal bei der Marburger Firma Pharmaserv.

Durch das tägliche Lesen erhofft sich Waldschmidt eine Steigerung bei der Wahrnehmung von politischen und gesellschaftsrelevanten Zusammenhängen.

Dies spiele eine wichtige Rolle im späteren Berufsleben sowie bei der internen Firmenkommunikation, so Waldschmidt.

Weitere heimische Unternehmen, die sich in diesem Jahr am Projekt „News to use“ beteiligen, sind unter anderem die HOPPE AG, die Deutsche Post und die Philipps-Universität Marburg.

An dem hessenweiten Projekt nehmen auch die Auszubildenden des Hitzeroth-Verlags teil. Darunter der angehende IT-Fachinformatiker Daniel Noll. „Für mich ist entscheidend, die Zeitung regelmäßig zu lesen. Nur so kann auch das Projekt zu einem Erfolg werden“, sagt der 20-jährige Marburger. Neben seinem Spezialgebiet - der Arbeit mit und am Computer - ist es für ihn äußerst wichtig, „auf dem neusten Stand zu sein und sich für aktuelle Themen zu interessieren“.

Universität Gießen begleitet das Projekt

Wie alle übrigen Teilnehmer musste sich auch Noll, der am liebsten am Frühstückstisch zur Zeitung greift, zunächst dem so genannten Kompetenz- und Wissenstest stellen. Dieser wurde von der Justus-Liebig-Universität in Gießen entwickelt. Im ersten Teil dieses Tests geht es um inhaltliche Fragen zu einem wissenschaftlichen Aufsatz. Das Textverständnis steht dabei im Vordergrund - es gilt, die Kernaussagen herauszustreichen.

Im zweiten Abschnitt wird die Allgemeinbildung der Auszubildenden abgefragt. Ab heute beantworten Daniel Noll und die anderen Teilnehmer im Rhythmus von zwei Wochen weitere Aufgabenblöcke auf der eigens für das Projekt eingerichtete Internetseite www.vhzv.news-2-use.de

Dabei richtet sich der Fokus der jeweils zehn Fragen auf aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Sport und Kultur. Den Abschluss des Projekts bildet dann ein erneuter Test im August 2013, der Ergebnisse darüber liefern soll, in welchem Maße die Zeitungslektüre einen Zuwachs an Wissen und sprachlicher Ausdrucksfähigkeit bei den Azubis herbeigeführt hat.

Vernetzung als positiver Nebeneffekt

Zusätzlich wird den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, sich während der Projektzeit und auch darüber hinaus zu vernetzen. „Das bietet die Möglichkeit einer Gemeinschaft - die Azubis können so Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen“, sagt Projektbetreuerin Franziska Wagner.

von Dennis Siepmann

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