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"Unsere Heimat" Folge 4: Wetter

Auf den Spuren der Geschichte

Die Kleinstadt liegt am westlichen Rand des Burgwalds im Tal der Wetschaft. Eine gute Infrastruktur und viele Freizeitmöglichkeiten machen sie so lebenswert.
© Tobias Hirsch
Rückblick

Wetter. Zwischen Wollenberg und Burgwald liegt Wetter. Weithin sichtbar prägt die mehr als 700 Jahre alte Stiftskirche, eines der frühesten gotischen Gotteshäuser, das Bild der Stadt. Beim Gang durch die Altstadt fallen sanierte Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert ins Auge. Von der Historie der Stadt, die erstmals in Urkunden des 8. und 9. Jahrhunderts erwähnt wurde, zeugen auch Reste der alten Stadtmauer, der Diebsturm, die Klosterbergschule und das Rathaus. Zu diesen Sehenswürdigkeiten bietet der Geschichtsverein von Mai bis Oktober an den letzten Sonntagen im Monat Führungen durch Wetter an.

Aus der einstigen Verpflichtung, die Grenzen abzugehen, um den Besitz zu sichern und Streitigkeiten mit den Nachbargemeinden zu vermeiden, hat sich in Wetter ein großes Heimatfest entwickelt, das alle sieben Jahre gefeiert wird: der Grenzegang. Mehrere tausend Menschen laufen dann in zwei Etappen die Gemarkungsgrenzen ab, feiern anschließend auf den Frühstücksplätzen und abends auf dem Festplatz. Ein großer Festzug vermittelt Eindrücke von Gestalten und Ereignissen aus Wetters Vergangenheit, und das Festspiel „Wetteranus est“ lässt ein Stück Geschichte der Stadt lebendig werden.

Viele ehemalige Wetteraner nehmen das Volksfest zum Anlass, um ihre alte Heimat wieder einmal zu besuchen. Auch Gäste aus den Partnergemeinden Deutschkreutz (Österreich), Oostrozebeke (Belgien) und Reinsdorf (Sachsen-Anhalt) feiern regelmäßig mit den Wetteranern das Grenzegangfest.

Einen Eindruck vom dörflichen Leben erhalten Besucher in den neun Stadtteilen Amönau, Oberndorf, Warzenbach, Treisbach, Todenhausen, Mellnau, Oberrosphe, Unterrosphe und Niederwetter.

Sehenswert ist unter anderem das Dorfmuseum Oberrosphe, das der Heimat- und Geschichtsverein betreibt. Die Ausstellung gewährt Einblicke in das einfache frühere Landleben. Zu sehen sind zum Beispiel Trachten, Möbel und Geschirr. Aber auch das idyllische Rapunzelhäuschen in Amönau, das kurz vor dem 30-jährigen Krieg erbaut wurde, und das der Maler Otto Ubbelohde durch seine Illustration des Märchens Rapunzel bekannt machte, ist einen Ausflug wert.

von Heike Horst

Nächste Woche geht es weiter mit Rauschenberg.





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