Hans-Ulrich Bühn.
OP: Warum hat es Sie aus Ostfriesland nach Marburg verschlagen?
Hans-Ulrich Bühn: Schuld war die Bundeswehr. Ich wollte dort Karriere machen und war in Frankenberg stationiert. Dann habe ich meine Frau kennen gelernt, war drei Tage unerlaubt bei ihr und wurde von den Feldjägern gesucht. Das war das Ende meiner Bundeswehr-Karriere. Seither lebe ich in Wehrda.
OP: Was vermissen Sie in Marburg?
Bühn: So dreimal im Jahr richtiges Ostfriesenwetter mit viel Sturm, Regen und Sonne und dabei über den Deich zu laufen. Frische Heringe kriege ich hier auch nicht. Den Friesen-Tee schickt mir meine Schwester.
OP: Wie gefällt Ihren ostfriesischen Verwandten und Freunden Ihre neue Heimat?
Bühn: Meine Schwester findet Marburg fantastisch. Mit Besuch geht’s aufs Schloss, in den Alten Botanischen Garten, zum Spiegelslustturm und in einen Biergarten an die Lahn. Das muss sein.
OP: Was mögen Sie an Marburg und Wehrda und was stört Sie?
Bühn: Marburg ist eine richtig gemütliche Stadt. Richtig gelungen finde ich übrigens auch Marburg-Mitte - wenn man bedenkt, wie es da früher ausgesehen hat. Wehrda hat eine unschlagbare Stadtanbindung. Mich stören eigentlich nur die Ewig-Nörgler, die an allem etwas auszusetzen haben.
OP: Denken Sie manchmal daran, nach Ostfriesland zurückzukehren?
Bühn: Nein, wir haben hier einen großen und guten Bekanntenkreis.
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