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"Unsere Heimat" Folge 3: Lohra

Bindeglied zwischen den Oberzentren

Mitten durch die Gemeinde führt der Elisabethpfad, auf dem die Heilige ihre Wanderung von Marburg zum Kloster Altenberg zurückgelegt hat. Doch Lohra hat weitere Attraktionen zu bieten.

Die Lage Lohras zwischen Marburg, Gießen und Gladenbach hat viele Vorteile und ist vor allem eines - idyllisch.

© Carina Becker
Rückblick

Lohra. Kaum eine andere Kommune im Kreisgebiet liegt so günstig wie die Großgemeinde Lohra. Die Straßenverbindungen garantieren eine schnelle Erreichbarkeit der Zentren im Norden und Süden. In fünf Autominuten gelangt man von Lohra aus in die Einkaufsstadt Gladenbach oder zur Auffahrt der B 3. Marburg und Gießen erreicht der Autofahrer dann in 15 Minuten, nach Wetzlar braucht er wenig länger.
Diese Lage zwischen den Oberzentren macht die 6.000-Einwohner-Gemeinde mit ihren zehn Ortsteilen als Wohnort in unberührter Natur interessant. Und die Gemeinde leistet viel, um weitere Neubürger zu gewinnen: ein ausreichendes Angebot an Bauplätzen zum Selbstkostenpreis, finanzielle Förderung zur Bildung von Wohneigentum und ein großes Angebot an Kindergartenplätzen, auch für Kinder ab anderthalb Jahren.

Vor allem aus den südlichen Dörfern Altenvers, Kirchvers und Weipoltshausen pendeln die Menschen täglich zur Arbeit nach Gießen oder Frankfurt. Aber auch wer in den kleinen Handwerksbetrieben oder in einem der beiden weltweit operierenden Wirtschaftsunternehmen der Gemeinde - Hof Sonderanlagenbau und Optima Group (Klee) - arbeitet, findet im Kernort und in Kirchvers alles, was er zum täglichen Leben benötigt. Als eines der wenigen Dörfer im Landkreis verfügt Kirchvers noch über Gastwirtschaften, Metzgerei, Bäckerei und Friseur.
Die geografische Lage bereitet den Gemeindeoberen aber auch Kopfzerbrechen. Der Kernort, in dem es vor vielen Jahren noch ein Komplettangebot gab, befindet sich im Umbruch - teils wegen der schwierigen Wirtschaftlslage, teils wegen der ungelösten Nachfolger-Frage unter den Gewerbetreibenden.
Die Gemeindeverwaltung und der Gewerbeverein arbeiten an Konzepten, um den Kernort in Vielfalt erblühen zu lassen. Dabei können sie nicht auf die Ansiedlung von Handelsketten in großen Gewerbegebieten setzen, das lassen der Raumordnungsplan und auch die zur Verfügung stehenden Flächen nicht mehr zu. Was bleibt, ist der große Freizeitwert und die reizvolle Wohnlage in den Tälern der Salzböde im Norden und der Vers im Süden des Gemeindegebietes.

von Gianfranco Fain

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