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"Unsere Heimat" Folge 16: Dautphetal

Wohlstand fußt auf Wirtschaft

Im oberen Lahntal, dort wo die Ausläufer des Westerwaldes von Süden und die des Rothaargebirges von Norden sichtbar sind, liegt die Gemeine Dautphetal.
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Dautphetal. Dem „AquaMar“ in Marburg, dem neuen „Nautilust“ in Gladenbach und auch der jungfräulichen Lahn-Dill-Bergland-Therme in Bad Endbach zum Trotz: Die wahre Bädergemeinde im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist Dautphetal. Sechs Bäder, darunter zwei Hallenbäder, stehen den Dautphetalern zur Verfügung. Zu verdanken haben das die Nutzer den Fördervereinen, die schon vor Jahren die Trägerschaft von der Gemeinde übernommen und somit die Schließung abgewendet haben.

Dieser Schritt, der die Gemeinde finanziell entlastete, ist typisch für die vorausdenkende Handlungsweise der Verantwortlichen. So legten die zwölf Ortsteile schon vor Jahrzehnten, als sie noch selbstständig waren, das Fundament für den Wohlstand der Gemeinde. Gewerbetreibende siedelten sich an, produzierten ihre Waren, entwickelten sich zu regionalen Marktführern und weiteten ihre Tätigkeit auf Deutschland aus – bis sie schließlich auf Weltniveau aufrückten. Ein solcher „Global Player“ ist zum Beispiel die Firma Roth in Buchenau, ein international tätiger Hersteller von Energie- und Sanitärsystemen mit weltweiten Niederlassungen.

Die Vielzahl der ortsansässigen Unternehmen macht aus der Gemeinde Dautphetal einen Industriestandort, wie es ihn im Landkreis nur selten gibt. Das Hauptaugenmerk der Gemeindevertretung und auch der Gemeindeverwaltung liegt folglich darin, den Standort für die Unternehmen und auch für die Arbeitnehmer attraktiv zu erhalten oder die Attraktivität noch zu steigern. Zwei Projekte, in Eigenregie oder im Verbund mit anderen Gemeinden, entstanden dazu im vergangenen Jahr oder wurden verstärkt: Die „Agentur Kita3K“ soll dazu beitragen, das Angebot der Kinderbetreuung auch in Kooperation mit den Unternehmen zum Beispiel bei Kinderkrippen zu verbessern.
Die Leitstelle „Freiwillig aktiv in Dautphetal“ organisiert vor dem Hintergrund des demografischen Wandels das generationenübergreifende Miteinander innerhalb der Gemeinde. Hilfsprojekte von Jung für Alt und auch von Alt für Jung sorgen zum Beispiel dafür, dass Erfahrung und Wissen nicht mit der Pensionierung der Arbeitnehmer verloren gehen.

von Gianfranco Fain





Nächste Woche geht es weiter mit Kirchhain.


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