Marburg. „Dem kennse de Deich ruhig oostecke, dem verbrennt ken Fesch“ Das bedeutet eigentlich so viel wie „Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen“, wörtlich übersetzt heißt das Sprichwort, das uns Heinrich Möhl aus Josbach überlieferte aber „Dem können Sie den Teich ruhig anzünden, dem verbrennt kein Fisch.“Wenn jemand so derart mittellos ist, dann kommt es auch leicht vor, dass er nicht besonders gut aussieht, sozusagen von Gram gebeugt. Im Dialekt heißt das dann in etwa „der sitt aus wie deire Zeit“. Dass es im Dialekt auch mal deftig zugeht, ist auch bekannt. Vor allem Menschen, die glauben, sie seien zu Höherem berufen oder stünden in irgendeiner Art und Weise über anderen, sind oft Ziel von Hohn und Spott. Vor allem Frauen, die als eingebildet gelten, werden gern verspottet. „Dos gloobt, es wre em Oreliche aussem Orsch gefall – Das (das Mensch, also die Frau) glaubt, sie sei einem Adligen aus dem Hintern gefallen“ ist dafür ein schönes Beispiel.
Haben Sie auch noch ein schönes Sprichwort auf Lager? Schreiben Sie uns unter dem Stichwort „Mir schwätze Platt“ an die Oberhessische Presse, Franz-Tuczek-Weg 1, 35039 Marburg oder schicken Sie eine E-Mail an online@op-marburg.de.
von Gabriele Neumann
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|