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Woher kommt der Osterhase?

Ostern Woher kommt der Osterhase?

Es ist Frühlingsanfang und Ostern steht vor der Tür. Schon seit Januar stehen Schoko-Osterhasen, Schaumzucker- und Marzipaneier in den Geschäften zum Verkauf.

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Der Osterhase versteckt die Eier. Wirklich? Zeit,  mit Irrtümern und Ammenmärchen aufzuräumen und die Symbolik zu hinterfragen.

Quelle: Alexander Pavlenko

Marburg. Der wahre Grund, warum wir Ostern feiern, nämlich die Auferstehung Christi, verblasst in all dem Rummel um den Osterhasen, zwischen den bunten, in so genannte „Spotted Folie“ eingepackten Schokofigürchen. Schon kurz nach Weihnachten wurde der Schokoladen-Nikolaus vom Schoko-Osterhasen abgelöst.

Geldquelle Ostern

Dabei fragt sich kaum jemand, warum ausgerechnet ein Hase bunt gefärbte Eier bringt. Wenn doch die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird, warum hängen wir keine Bilder von einem weggerollten Stein vor einem Grab auf?

Stattdessen begegnen uns überall niedliche Hasen und wir backen ein süßes Osterlämmchen, das dann genüsslich am Ostermorgen nach dem Ausräubern der Osternester vertilgt wird. Geht das Osterfest im eigentlichen Sinne wirklich unter? Schon seit Langem steht die Auferstehung in Verbindung mit der Vergebung der Sünden nicht mehr im Vordergrund. Heutzutage wird das Osterfest auch kommerziell genutzt, um den Verkauf von Süßwaren zu befördern. Ostern –das Fest, an dem viele Familien sich untereinander treffen, gemeinsam Zeit verbringen. Aber wieso eigentlich?
Sicherlich jeder genießt die freien Tage. Aber nur wenige wissen über die  Herkunft all dieser Ostersymbole Bescheid. Wir wollen das mit diesem Artikel ändern. Die Hintergründe der meisten Osterbräuche sind nicht offensichtlich.

Rot als traditionelle Farbe

Das Verschenken von gefärbten Eiern hat verschiedene Ursprünge. Bereits in der Antike war das Ei ein Symbol des Lebens und der Auferstehung. Daher hat man in das Grab von Toten ein Ei gelegt, in der Hoffnung diese würden wiederauferstehen. Außerdem ist das Ei als Symbol des Lebens ein Sinnbild der Fruchtbarkeit.

Das Färben von Eiern hat eine weitaus längere Tradition, die bis zu den alten Ägyptern zurückreicht. Im 13. Jahrhundert wurde Rot zur traditionellen Farbe für das Ei, da diese das Blut Christi, das Blut des Lebens, symbolisierte. Später färbte man die Eier bunt, um die Vielfalt und die Lebensfreude des Frühlings in voller Pracht darzustellen.

Symbol für Fruchtbarkeit

Der Hase mit bis zu 20 Jungen im Jahr ist wie auch das Ei eine Personifizierung der Fertilität und der Zeugungskraft. In anderen Ländern war allerdings nicht nur der Osterhase Überbringer der Ostereier. So brachte in der Schweiz der Kuckuck die Eier oder in Hannover war dies auch lange Zeit die Aufgabe des Fuchses. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich der Glaube an den Osterhasen durch. Dies gelang jedoch zunächst nur bei den Stadtkindern, denn aufgrund ihrer besseren Kenntnisse über die Natur ließen sich die Kinder vom Land schwerer überzeugen.

Lamm als Ostersymbol

Ein weiteres wichtiges Symbol des Osterfestes ist das Osterlamm, das entweder als Festessen angeboten wird oder als Gebäck serviert wird. Diese Vorstellung ist auf das sogenannte „Passahfest“ der Juden zurückzuführen, bei dem ein Lamm geschlachtet und verspeist wird. Zudem stellt das Lamm mit seinem weißen Fell auch Reinheit, friedliche Lebensweise und Unschuld dar.

von Niele Inga Hauf,  Alica  Hippenstiel, Hannah Sophie Kretz, Lisa Marie Milchsack, Johanna Platt und Julia Thomä,  Klasse 9e, Lahntalschule Biedenkopf

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