Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Windkraftanlagen als Gefahr für die Mopsfledermaus

Windkraft Windkraftanlagen als Gefahr für die Mopsfledermaus

Windkraft wird als emissionsfreie Energiequelle immer attraktiver und weltweit populärer. Windenergieanlagen können sich aber auch negativ auf die Natur auswirken und stellen durchaus eine Bedrohung für die einheimischen Tiere dar.

Voriger Artikel
Wenn die eigene Familie zur Gefahr wird
Nächster Artikel
Die alte Schule in Weipoltshausen

Windkraft birgt Gefahren für Tiere.

Quelle: Archiv

Biedenkopf. Auswirkungen in unserer Region zeigen sich vor allem in der Störung einiger bedrohter Vogel- und Fledermausarten. Bei großen Vögeln droht die Kollision mit den Rotoren. Betroffen sind dabei in erster Linie der Schwarzstorch und der Rotmilan, die auf Beutefang in die Rotoren der Windkraftanlagen geraten können. Besonders beunruhigend ist, dass gerade der Rotmilan zu einer bedrohten Spezies gehört, die es fast nur noch in Deutschland gibt. Hier ist zum Schutz dieser Art besondere Vorsicht und Sorgfalt geboten, um diese nicht noch weiter zu dezimieren.

Auch für einige hochfliegende Fledermausarten stellen die Anlagen eine Gefahr dar: Durch die hohen Geschwindigkeiten der Rotoren wird ein Unterdruck erzeugt, der bei den Tieren zu einem Barotrauma, also dem Platzen der Lungenbläschen, führen kann. Hauptsächlich ist die in der Region beheimatete Mopsfledermaus durch den Aufbau von Windanlagen bedroht. Aufgrund ihrer ohnehin geringen Population kann der Tod weniger Individuen schnell zum Aussterben der gesamten Spezies führen.

Neben der Gefährdung der Tiere ist auch die Abholzung von bis zu einem Hektar Land bedenklich, die für den Bau nur einer einzigen Anlage benötigt wird. Gerade in höheren Lagen kann es zu zusätzlichen massiven Abholzungen für die Zugangswege kommen. Um der Zerstörung der Natur und dem Tod der Tiere durch die Windenergieanlagen vorzubeugen, gibt es zahlreiche Schutzmaßnahmen: Eine Maßnahme ist, zum Ausgleich für jede Anlage ein entsprechendes Naturschutzgebiet zu errichten. Dadurch wird eine übermäßige Bebauung verhindert und die Natur kann sich an anderer Stelle erholen. Darüber hinaus ist es lediglich in ausgeschriebenen Vorranggebieten erlaubt, Windenergieanlagen zu bauen. So können die Gemeinden den Bau von Windkraftanlagen kontrollieren.

Eine weitere Vorkehrung, die speziell dafür gedacht ist, die lokalen Fledermauspopulationen zu schützen, sind sogenannte Batcorder. Dabei handelt es sich um Detektoren, die Fledermausrufe aufzeichnen. Bei einer hohen Zahl von Fledermausrufen wird die Anlage abgeschaltet. Ein letztes mögliches Mittel, um die Tiere zumindest teilweise zu schützen, ist ein vorgeschriebener Mindestabstand zu den bekannten Quartieren der oben genannten.

Windkraft ist als emissionsfreie Energiequelle eine sinnvolle Alternative zu konventionellen Kraftwerken, um die Natur zu schonen. Allerdings sollte man beachten, dass auch Windenergie Nachteile hat und es trotzdem zu Schäden an der Umwelt kommen kann.

von Moritz Bögel, Niclas Zimmermann, Patrick Hinn und Henrik Brühl, Klasse 9e, Lahntalschule Biedenkopf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Mit der OP durch das Gartenjahr

Experten-Tipps von der ersten Saat bis zur letzten Ernte

In unseren Video-Beiträgen (oben) erklären die heimischen Direktkandidaten, warum sie nach Berlin in den Bundestag wollen. Wenn heute Wahl wäre, wen würden Sie wählen?

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr