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Tagesmutter mit großem Herz und starken Nerven

Freie Waldorfschule Marburg Tagesmutter mit großem Herz und starken Nerven

Ab 2013 soll es für jedes Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz geben, hat die Bundesregierung versprochen und nun müssen die einzelnen Städte und Gemeinden überlegen wie sie dies umsetzten.

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Quelle: Jens Büttner

Es gibt dafür verschiedene Modelle, unter anderem die Kindertagesstätte und die Tagesmütter.
Ein Interview mit der Tagesmutter Nina B. aus dem Wurzelstübchen in Ockershausen.

Wie sind sie auf diesen Beruf gekommen?
Frau B. : Die Arbeit mit Kindern der Verschiedenen Altersstufen hat mich immer wieder neugierig
gemacht und begeistert. Schon als Schülerin habe ich Kinderfreizeiten als Betreuerin begleitet und auch während meiner Ausbildung zur Krankenschwester sammelte ich Erfahrungen in der Kinderklinik-und
Kinderjugendpsychatrie. Durch die Geburt meiner vier Kinder, habe ich eine intensive und ereignisreiche Zeit, in und mit der eigenen Familie erlebt.
Was hat sie an dieser Art Arbeit angesprochen?
Frau B.: Was mich besonders angesprochen hat, war das ich mir ein eigenes pädagogisches
Konzept aufbauen konnte, und auch danach arbeiten kann. Das ich meine Arbeitszeit selber gestalten konnte hat mich angesprochen, so arbeite ich z.B. vier
Tage die Woche von Montag bis Donnerstag.Aber auch die Entwicklung der Kinder vom ersten bis zum dritten Lebensjahr und das Kennenlernen der vielen verschiedenen Eltern hat mich sehr angesprochen.
Wie viele Kinder haben sie momentan in ihrer Gruppe?
Frau B.: Momentan habe ich vier Kinder in meiner Gruppe, im Alter zwischen zwei und fast drei
Jahren. Im Sommer werden zwei Kinder in den Kindergarten kommen und zwei neue Kinder zu uns in die Gruppe stoßen.
Wie ist ihr Tagesablauf?
Frau B.: Die Kinder sind bei mir von 7:30 Uhr bis 13:30 Uhr, in der ersten Hälfte des Vormittags spielen die Kinder selbstständig und frühstücken dann. Die zweite Hälfte der Zeit verbringen wir
draußen, später gibt es noch ein Mittagessen, danach werden die Kinder abgholt.

Wie ist ihre eigene Meinung dazu Kinder bei Tagesmüttern abzugeben und wie hoch schätzen Sie den Bedarf der Betreuungsplätze ein?
Frau B.: Ich denke das ein großer Bedarf nach Betreuungsplätzen besteht, gerade in Marburg da es
hier viele Studenten gibt die ihre Kinder vormittags sowie nachmittags in die Betreuung geben
wollen, oder müssen. Ich finde es wichtig, dass diese Möglichkeit für die Eltern besteht die aus verschieden Gründen so
ein Angebot brauchen. Wichtig finde ich aber auch, dass im Interesse des Kindes die Tagesmutter mit den Eltern in
wesentlichen Teilen pädagogisch zusammenarbeitet und einen guten Austausch pflegen.
An erster stelle stehen die Bedürfnisse des Kindes.

Sie haben täglich ihr eigenen Hunde in der Betreuung dabei, wie ist das für die Kinder?
Frau B.: Die Hunde gehören feste zu meinem Pädagogischen Konzept dazu (Tiergestützte Pädagogik), sie sind ein fester Bestandteil der Gruppe und sehr wichtig für die Kinder.
Die Hund werden täglich sehr bewusst von den Kinder begrüßt, sie helfen und spenden den Kleien auch Trost wenn sie sich von ihren Eltern verabschieden müssen. Die Kinder lernen durch die Hunde den Umgang mit den Tieren und das Rücksichtnehmen.
Dadurch das die Hunde keines der Kinder bevorzugen ist immer eine sehr ausgeglichene und positive Stimmung zwischen den Tieren und den Kindern vorhanden.

Sie haben selber vier Kinder, wie weit denken sie hilft das bei Ihrem Beruf?
Frau B.: Es hat mir unglaublich geholfen, ich kann meine ganze Erfahrung überall in meiner Arbeit mit einbringen. Gerade die Erfahrungen der verschiedenen Tätigkeiten die ich als Mutter in der Schule meiner
Kinder gemacht habe z.b. Betreuung auf Klassenfahrt etc. sind eine große Hilfe.

von Paula Borzner

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