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Straßenbau im Schneckentempo

A49 Straßenbau im Schneckentempo

Die A49 ist eine durch Nordhessen verlaufende Autobahn, die Kassel mit dem Schwalm-Eder-Kreis verbindet. Aktuell endet sie in Neuental, wo die A49 in die Landesstraße 3074 endet.

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Nach dem Bau der A49 wird der Verkehr auch durch einen Tunnel geleitet.

Quelle: Roland Enz/Pixelio

Mengsberg. Da diese nicht dafür ausgelegt ist, den Autobahnverkehr zu übernehmen, wird der Schwerverkehr bereits 8,5 km zuvor in Borken von der A49 auf die B3 umgeleitet. Hier ist der Weiterbau der Autobahn dringend erforderlich. Seit Jahrzehnten wird bereits an der Streckenführung geplant und auch darüber gestritten. Daher wurde der geplante Verlauf in den letzten 25 Jahren aufgrund von diversen Klagen immer wieder geändert.

Die aktuelle Planung sieht vor die A49 von ihrem jetzigen Ausbauende in Neuental über Schwalmstadt und Stadtallendorf auf kürzestem Wege mit der A5 zu verbinden. Der fehlende Streckenabschnitt ist in drei Bauabschnitte unterteilt. Von Neuental nach Schwalmstadt, von Schwalmstadt nach Stadtallendorf und zuletzt von Stadtallendorf aus der Anschluss an die A5. Für den drittletzten Abschnitt haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Allerdings wird man auf diesem Teilabschnitt nicht vor 2016 mit seinem Auto fahren können, da hierzu ein 900 Meter  langer Tunnel gebaut werden muss. Die Baumaßnahmen für den Tunnel beginnen in den kommenden Wochen. Hierfür sind 52 Millionen Euro veranschlagt.

Der Tunnelanstich für die zwei 16 m breiten und 899 m langen Tunnelröhren soll im April stattfinden. Hierzu werden ca. 100 Mitarbeiter einer Schweizer Baufirma 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche arbeiten. Der Tunnelaushub wird entweder mit Baggern oder mit maximal sieben Sprengungen pro Tag aus dem Berg gelöst.

Zwei Jahre Bauzeit

Der Tunnel soll im Schnitt täglich zwischen 7,5 und neun Meter wachsen. Das abgebaute Gestein wird zwar teilweise zum Errichten von Lärmschutzwällen direkt vor Ort verwendet, aber ein Großteil des gelösten Erdreiches muss mit LKW über die anliegenden Straßen abtransportiert werden. Dies sowie die Anlieferungen von Baumaterialien bedeutet während der 24-monatigen Bauzeit eine erhebliche Mehrbelastung an LKW-Verkehr für die umliegenden Gemeinden.

Um die Sonntagsruhe für die Anwohner sicherzustellen, werden sonntags keine LKWs die Baustelle an- und abfahren. Für den Tunnelbau müssen ca. 500 000 Kubikmeter Erde bewegt werden. Bis Juni 2015 soll der Rohbau fertig gestellt sein. Dann erfolgt hoffentlich die Anbindung an den noch zu bauenden Fahrbahnabschnit bis Neuental. Ich bin gespannt, wann ich das erste Mal durch den Tunnel der A49 fahren kann.

von David Schwalm, 4. Klasse, Grundschule Mengsberg

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