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Rembrandt oder Picasso

Waldorfschule Marburg Rembrandt oder Picasso

Ein Interview mit Sandra Schofer einer Marburger Künstlerin.
Ihre Ausstellungen in Marburg: Ohne Titel, Cavete (Musik trifft Malerei) Gelb allein macht auch nicht glücklich, Atelier Barfüßertor.

Sandra Schofer wurde am 28. Februar 1968 geboren, studierte in Düsseldorf Sozialtherapie Kunst und Gestaltung und arbeitet heute an der Waldorfschule in Marburg und an der Bettina von Armin Schule. Sie war bis Februar diesen Jahres Studentin der Sozialkunst an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, in Bonn. Sie ist Mutter, dreier Töchter und lebt seit vier Jahren in Marburg.

Schüler: Welche Art der Kunst machen Sie denn?
Sandra Schofer: Ich male Flächen und Farben.

Schüler: Woher bekommen Sie ihre Inspirationen?
Schofer: Ich bekomme sie meistens über Bücher, Gedichte, oder irgendwelche Sprüche die ich irgendwo lese.

Schüler: Wie arbeiten Sie denn? Malen sie einfach drauf los, oder haben sie ein genaues Bild davon im Kopf wie das Bild später mal aussehen soll?
Schofer: Ich habe bevor ich los male ein genaues Bild im Kopf. Am Ende sieht es aber nie so aus wie ich das Bild vorher im Kopf hatte, es verändert sich ständig.

Schüler: Wenn Sie nur eine Farbe für ein Bild nehmen dürfen welche wäre das?
Schofer: Schwarz.

Schüler: Wie würden sie Kunst beschreiben, ab wann ist ein Bild Kunst?
Schofer: Ich denke Kunst muss reflektiert sein, Kunst kann man nicht aus einer Idee heraus spontan produzieren. Man muss sich Gedanken darüber machen was einen bewegt , eine Geschichte dazu haben, man muss sich dessen was man tut bewusst sein. Wobei das wieder nicht stimmt, weil es auch viele große Künstler gibt, die gar nicht reflektieren können, die aber meiner Meinung nach trotzdem große Kunst machen. Aber vielleicht reflektieren sie ja nur auf eine andere Art und Weise.

Schüler: Für Sie muss also hinter jedem Bild eine Aussage stehen?
Schofer: Ja, ich glaube, das ist der Unterschied zwischen Kunst und Dekoration. Man kann zum Beispiel eine Katze mit Farbe an den Pfoten über ein Bild laufen lassen und das kann auch richtig gut aussehen aber solange ich keinen Grund habe die Katze mit der Farbe an den Füßen über das Bild laufen zu lassen, ist es für mich keine Kunst.

Schüler: Wie sind sie denn zur Kunst gekommen?
Schofer: Eigentlich schon von Klein auf. Mein Vater hat an der Uni für Bildende Kunst in Berlin studiert und mit mir als Kind schon viel gemalt und auch viele Objekte gebaut, seitdem war Kunst meine freie Nische. Mein Vater wollte, dass ich nach dem Abitur Kunst studiere, dass wollte ich aber nicht weil ich gerade in einer „Anti-Eltern-Phase“ war. Ich habe etwas Soziales gemacht, weil meine Eltern das blöd fanden. Also habe ich Sozialpädagogik studiert und hinterher noch eine Kunsttherapie-Ausbildung gemacht. Ich bin erst Jahre später nach einem Wendepunkt in meinem Leben dazu gekommen in Bonn an einer anthroposophischen Universität Kunst zu studieren. Seitdem bin ich wieder sehr aktiv und mache auch Ausstellungen.

Schüler: Welcher Comic könnte von ihnen stammen?
Schofer: Eine Mischung aus Donald Duck und Werner.

Schüler: Rembrandt oder Picasso?
Schofer: Picasso.

von Rosa Sophie Brat, Klasse 9, Freie Waldorfschule Marburg

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