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Lieber Papst, was nun?

Neuwahl des Papstes Lieber Papst, was nun?

Dass ein Papst zu seinen Lebzeiten abdankte, geschah vor Benedikt XVI. zuletzt im 15. Jahrhundert. Zwei Schülerinnen der Gesamtschule Ebsdorfergrud haben sich gefragt: Wie wird eigentlich ein neuer Papst bestimmt?

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Wer könnte der Nachfolger von Papst Benedikt XVI. sein?

Quelle: Michael Kappeler

Marburg. Marburg. Da der jetzige Papst zurücktritt, muss der neue Papst nach den Regeln für die Wahl des katholischen Kirchenoberhauptes 15 bis 20 Tage nach dem Rücktritt des amtierenden Papstes gewählt werden.
Dann trifft sich das Konklave – das ist Latein und heißt „verschließbares Gemach“. Das ist eine Versammlung der wahlberechtigten Kardinäle unter 80 Jahren, die in der Sixtinischen Kapelle unter strikter Abscheidung von der Öffentlichkeit zusammentritt, um in geheimer Wahl einen neuen Papst zu wählen (Foto: Michael Kappeler/dpa). Bis zur erfolgreichen Wahl ist keinerlei Kommunikation mit der Außenwelt gestattet. Das heißt, es sind weder Telefon, Internet, Fernsehen, Radio noch Zeitungen erlaubt.
Rauch wird mit
Chemikalien eingefärbt
Dadurch soll eine Beeinflussung der Wahl vermieden werden. In der Regel sind mehrere Wahlgänge erforderlich, bei denen die Kardinäle die Namen ihrer Favoriten auf Wahlzettel schreiben.
Erhält keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit, werden die Zettel unter Zugabe von Chemikalien verbrannt, so dass schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Kapelle steigt. Bei erfolgreicher Wahl ist es weißer Rauch, mit dem die Öffentlichkeit über das positive Ergebnis informiert wird. Erklärt sich der Gewählte mit der Wahl einverstanden, gibt er sich
einen neuen Namen. Joseph Ratzinger gab sich nach seiner
Wahl 2005 den Namen Benedikt XVI.
Bei der jetzigen Wahl hat der italienische Kardinal Angelo Scola (71), Erzbischof von Mailand gute Chancen. Der Theologe Max-Eugen Kemper, langjähriger Berater der Deutschen Botschaft im Vatikan, könnte sich als Pontifex auch Kardinal Óscar Andrés Rodriguez
Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras, vorstellen. Aus Nordamerika liegt der Kanadier Marc Ouellet vorne. Aus Afrika haben die Kardinäle Francis Arinze aus Nigeria und Peter Turkson aus Ghana gute Chancen.

von Lea Sophie Kuhl und Nina Schuback, Klasse 8G3, Gesamtschule Ebsdorfergrund

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