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Kuscheln mit dem Esel hilft verschlossenen Kindern

Tiergestützte Therapie Kuscheln mit dem Esel hilft verschlossenen Kindern

 „Ich glaube, sie hat mich ausgesucht. Ich glaube, sie mag mich!“, sagt der kleine Timo N., als die Eselin Gina ihren Kopf zärtlich auf seine Schulter legt. Worte eines kleinen Jungen, der im Kinderheim lebt, weil er von seinen Eltern keine Liebe zu spüren bekommen hat.

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Der liebevolle und spielerische Kontakt zu Tieren kann bei Problemen vieler Art helfen.

Quelle: Privat

Marburg. Deshalb freut er sich umso mehr über die Zuneigung der ruhigen Eselin.

Gerade für verschlossene Kinder ist der Umgang mit Tieren hilfreich. Therapeutin Christine Heimann sagt dazu: „Kinder können den Tieren viel mehr anvertrauen, weil sie ohne Vorurteile in Kontakt zum Menschen treten.“  Die Sozialpädagogin in Wohra arbeitet mit vielen verschiedenen Tieren, damit die Kinder selber den Zugang zu dem, welchem sie vertrauen wollen, finden. Tiergestützte Therapie ist dazu da, psychische und körperliche Probleme zu heilen oder wenigstens zu lindern. Hierbei sind verschiedene Vorgehensweisen möglich.

Durch motopädagogisches Reiten können Kinder den Umgang mit dem Pferd spielerisch erleben und auch Erwachsene und Jugendliche können sich entspannen und ohne Ängste oder Leistungsdruck ans Reiten gehen. Es ist oft zu beobachten, wie ein gestresster Mensch in Anwesenheit eines Tieres ruhiger und entspannter wird.
Allerdings muss man, da man ja mit Lebewesen zusammenarbeitet, auch auf deren Bedürfnisse eingehen. Man sollte mit einem aufgebrachten Menschen nicht gerade mit Pferden arbeiten, da diese die Stimmung auf sich übertragen können. Anke Engelmann, zertifizierte Fachkraft für „Motopädagogisches Reiten mit Pferden für Kinder“ sagt dazu, dass zum Beispiel ein Kind mit ADHS oder mit einer inneren Aggressivität im Hasenstall ganz ruhig wird. Hasen stören sich auch nicht an einer unruhigen Stimmung, sondern absorbieren sie.

Mit den Tieren sollte so umgegangen werden wie mit Menschen. Man sollte ihnen Namen geben und mit ihnen reden,aber dabei nicht vergessen, dass es „nur“ Tiere sind. Jedes Tier hat sein eigenes Wesen, seine Eigenheiten, seinen Charakter. Das macht es so besonders und ist das Ausschlaggebende für die Tiergestützte Therapie.
„Kinder mit Tieren stark machen“, ist ein zutreffendes Motto der Tiergestützten Therapie. Denn die Kinder haben nicht nur Spaß, sie verbessern ihre Motorik, stärken ihr Selbstvertrauen und können sogar Sprachfehler optimieren.

von Josefine Wockenfuß und Lotte Eckstein, 9. Klasse, Freie Waldorfschule Marburg

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