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Die Zwangsarbeit in Stadtallendorf

Zweiter Weltkrieg Die Zwangsarbeit in Stadtallendorf

Im zweiten Weltkrieg wurden 17500 Menschen als Zwangsarbeiter aus über 20 Ländern in Stadtallendorfer Sprengstoffwerken eingesetzt, darunter auch Frauen und Kinder.

Stadtallendorf. Sie waren Kriegs- oder Strafgefangene und KZ-Häftlinge. Sie lebten alle in Lagerhallen auf engstem Raum in und um Stadtallendorf. Ein Teil der Arbeiter wohnte in dem KZ- Außenlager Münchmühle. Dort wurde 1988 eine Gedenkstätte errichtet.

Die unterernährten Arbeiter mussten in den Werken unter schlechten Arbeitsbedingungen gesundheitsschädliche Schwerstarbeit leisten.

Ungefähr um 1942 konnte trotz Zwangsarbeit der Bedarf an Arbeitskräften nicht mehr gedeckt werden, deswegen beschloss man verstärkt Arbeiter aus den Konzentrationslagern zu holen. Zur Munitionsproduktion wurden überwiegend Frauen eingesetzt. Sie mussten täglich zwischen acht und zwölf Stunden am Stück arbeiten und hatten nur eine halbstündige Pause. Sie mussten den giftige Sprengstoff in die Bomben und Granaten füllen. Wegen des Kontakts mit den Bomben änderte sich die Haut- und Haarfarbe der Frauen – man nannte sie auch „gelbe Frauen“.

Die Auswirkungen der Sprengstoffproduktion in Stadtallendorf sind bis in die heutige Zeit spürbar, nach wie vor sind Boden- und Grundwassersanierungen nötig.

von Finn Inselsberger, Klasse 9, Freie Waldorfschule Marburg

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