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Dautphetal sorgt vor

Energiewende Dautphetal sorgt vor

Die Gemeinde Dautphetal möchte es den umliegenden Städten und Gemeinden im Hinterland gleich tun. Im Hinblick auf die anstehende Energiewende wird seit September 2011 diesbezüglich geplant.

Dautphetal. Neben teilweise großer Zustimmung innerhalb der Bevölkerung gibt es jedoch auch kritische Äußerungen und sogar Bürgerinitiativen, die sich gegen den eingeschlagenen Kurs wenden. Besonders in den Ortsteilen, die durch die geplante Aufstellung von Windkraftanlagen dann besonders betroffen sind, formiert sich der Widerstand. Der aktuelle Stand der Dinge ist, dass die Gemeinde Dautphetal in Zukunft selber Windkraft erzeugen möchte. Diese Entscheidung resultiert aus den politischen Entscheidungen zum Ausstieg aus der Atomkraft, die im Bundestag in Berlin beschlossen wurden.

Im Gespräch mit Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt sieht dieser in der Energieerzeugung durch Windkraft „einen durchaus sinnvollen Ansatz, da hierfür nur eine verhältnismäßig kleine Grundfläche benötigt wird, aber eine relativ große Energiemenge erzeugt werden kann“. Eine andere Möglichkeit der Energieerzeugung vor Ort wäre Fotovoltaik, also die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie. Allerdings benötigt diese Alternative wesentlich mehr Platz und wertvolle landwirtschaftliche Ressourcen würden hierfür verbraucht.

Aktuell sei noch kein genauer Standort für die geplanten Windkraftanlagen (WKA) festgelegt worden, so Bürgermeister Schmidt. Die Gemeinde muss zunächst noch eine Karte mit in Frage kommenden Flächen bearbeiten und dann zum Regierungspräsidium in Gießen schicken. Dort wird im Rahmen eines umfangreichen Prüfungsverfahrens letztlich bestimmt, ob die vorgeschlagenen Flächen bedenkenlos genutzt werden können, oder ob sie aufgrund von dort vorhandenen Vogel- oder Naturschutzgebieten hierfür nicht nutzbar sind.

Da ein Windrad allein mit einem Preis von geschätzten fünf Millionen Euro sehr kostspielig ist, stellen sich viele Bürger die Frage, wie denn diese Energiewende finanziert werden soll. „Die Gemeinde allein kann und will diese Kosten nicht tragen“, so Bürgermeister Bernd Schmidt. Er sehe vielmehr Chancen in einer möglichen Finanzierung der Anlagen durch Bürgerbündnisse, die Kirchen oder die Beteiligung durch regionale Energieerzeuger.

Schmidt weiß: „Es muss etwas getan werden“. Er sieht aber auch die Bedenken der Gegner in und um Dautphetal. Er kann die menschlichen Reaktionen der betroffenen Menschen durchaus nachvollziehen. Gleichzeitig erinnert er jedoch an die politische Beschlusslage durch die gemeindlichen Gremien, die den weiteren Weg vorgeben.

Aus einer selbstdurchgeführten, nicht repräsentativen Umfrage ergab sich, dass 18 von 20 befragten Dautphetalern dem weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien durchaus zustimmen. Dem innerhalb der Gemeinde geplanten Ausbau stimmten immerhin noch 17 befragte Personen zu. Drei waren gegen diese Entwicklung und empfinden sie als „zu überstürzt“, so die Aussage einer Bürgerin.

von Alisa Reisch und Nina Achenbach, Klasse 11W1,Berufliche Schule Biedenkopf

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