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Blitzeralarm auf der B3

Blitzer Blitzeralarm auf der B3

Vor Jahresfrist wurden auf der B3 in Marburg zahlreiche stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen zur Überwachung der dort geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung installiert.

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Festinstallierte Blitzer sind immer wieder Diskussionsthema.

Quelle: Archiv

Diese Blitzer erregten bereits in der Vergangenheit den Unmut der vielen Autofahrer. Gerade in letzter Zeit stand die Überwachungsanlage kurz vor der Abfahrt Cappel, in Fahrtrichtung Marburg-Nord, im Mittelpunkt der Diskussion. Von Gießen kommend gibt es auf der Bundesstraße B 3 bis kurz vor Marburg, Abfahrt Süd, keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Erst kurz vor der fest installierten Blitzanlage ist die Geschwindigkeit auf 100 km/h festgelegt. Die Beschilderung befindet sich gut 200 Meter vor der Blitzanlage.

Viele Autofahrer beschweren sich über die sehr kurze Entfernung zur Blitzanlage. Diese Diskussion erreicht mittlerweile auch das zuständige Gericht, das nunmehr eine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Tempobegrenzung und der Blitzanlage zu entscheiden hat. Von den Behörden wird die Ansicht vertreten, dass die Tempobegrenzungsschilder ordnungsgemäß aufgestellt seien und die Fahrer genügend Zeit hätten, ihre Geschwindigkeit auf das vorgeschriebene Tempo zu reduzieren.

Andere sind der Meinung, dass die Entfernung zwischen der Blitzanlage und der Tempobegrenzung viel zu gering sei und lediglich dazu diene, die Autofahrer durch die Verhängung von entsprechenden Bußgeldern „abzuzocken“. Damit sollen die kommunalen Finanzdefizite ausgeglichen werden.

Die B 3 ist im Bereich Marburg äußerst stark befahren, sodass die Anwohner einen Schutz vor der Lärmbelastung haben müssen. Zudem muss der Verkehr im Stadtbereich mit seinen zahlreichen Ab- und Auffahrten auch verlangsamt werden, um Unfallschwerpunkte zu reduzieren. Insbesondere im Bereich der Ab- und Auffahrt von Marburg Süd/Cappel liegt ein Unfallschwerpunkt vor. Durch die Blitzanlage sollen die Autofahrer sensibilisiert werden, entsprechende Tempobeschränkungen einzuhalten. Auf der anderen Seite muss den Autofahrern auch genügend Zeit gegeben werden die Geschwindigkeit zu reduzieren, ohne den Verkehrsfluss zu hemmen. Gerade durch eine zu kurze Vorwarnung der Geschwindigkeitsreduzierung kann es zu hektischen und übertriebenen Bremsungen der Autofahrer kommen, die wiederum zu Unfällen führen könnten.

Sinnvoll könnte es daher sein, dass die Tempobegrenzungsschilder in einem ausreichenden Abstand zu der Blitzanlage aufgestellt werden. Hierdurch könnten die Autofahrer gefahrlos ihre Geschwindigkeit reduzieren und das Tempolimit einhalten. Die Stadt Marburg als Träger der Blitzanlage müsste sich dann auch nicht dem Vorwurf der Abzocke ausgesetzt fühlen.

Nach Abwägung aller Argumente für und gegen die bestehende Beschilderung kam das Gericht zu der Entscheidung, dass ein Abstand von 200 Metern zu der Blitzanlage genügend sei. Tatsächlich sind die Hinweisschilder der Tempobegrenzung sogar in einer Entfernung von 208 Metern zu der Blitzanlage aufgestellt. Durch eine solche Entscheidung ist nun allen Parteien wahrlich geholfen. Der Stadt, den Autofahren und den Bewohnern an der angrenzenden B 3. Und die notorischen Raser müssen eben ihre Bußgelder zahlen und gegebenenfalls auf ihren Führerschein verzichten.

von Jasper v. Schenck, Klasse 7b, Landschulheim Steinmühle

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