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Bietet die Polizei genügend Schutz?

Polizei Bietet die Polizei genügend Schutz?

Der Schülerreporter Kevin Brunet hat mit dem Kriminalhauptkommissar Thomas Brunet der Polizeidirektion Marburg über den Kriminalismus in Marburg gesprochen.

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Kriminalhauptkomissar Thomas Brunet gab Schülerreporter Kevin Tipps wie man sich in gefährlichen Situationen verhalten sollte.

Quelle: Kevin Bernhardt

Marburg. Schüler: Herr Brunet, wie hoch ist die Kriminalitätsrate im Raum Marburg-Biedenkopf?
Thomas Brunet: Es ist so, dass die Kriminalitätsrate zwischen 2005 und 2011 von rund 14000 auf rund 11000 Verbrechen gesunken ist. Und die Aufklärungsquote liegt im Durchschnitt bei 60%.

Schüler: In welcher persönlichen Situation sind die Personen, die kriminell werden?

Brunet: Das kann man nicht genau sagen, aber in den häufigsten Fällen ist es ein schlechtes Elternhaus, private Probleme, ein falscher Freundeskreis, die Lust mal etwas auszuprobieren oder Hoffnungslosigkeit.

Kevin: Nimmt die Kriminalitätsrate zu oder ab?
Brunet: Also, man unterscheidet zwischen Fallzahlen, damit sind die einzelnen Straftaten gemeint, und der Aufklärungsquote, damit ist gemeint, wie viel Prozent der Straftaten polizeilich aufgeklärt werden konnten. Die Aufgaben der Polizei bestehen darin, diese Fallzahlen durch schärfere Bewachung der Umgebung zu senken und die Aufklärungsquote zu erhöhen. In den letzten Jahren erhöhte sich die Aufklärungsquote um über 60% für den Bereich der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf.

Schüler: Wie könnte die Zukunft in Marburg aussehen oder sich verändern?

Brunet: Die Polizei ist ständig bemüht, Straftaten zu vermindern. Durch verschiedene Konzepte wird versucht, Kriminalitätsschwerpunkte zu bekämpfen. Die Polizei erkennt also, dass bestimmte Straftaten Überhand nehmen und versucht, genau diese Schwerpunkte zielgerecht zu bekämpfen. Das gesamte Ziel der Polizei ist es, immer der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit zu geben.

Schüler: Wie kann man sich gegen einen Taschendiebstahl schützen oder wehren?
Brunet: Man sollte immer aufmerksam sein und seine Wertsachen so transportieren, dass sie nicht leicht gestohlen werden können. Hausfrauen sind oft Opfer, die beim Einkaufen arglos ihre Handtasche im Einkaufswagen deponieren. Es gibt viele Taschendiebe, die sich gezielt solche Opfer aussuchen. Ratsam ist es, niemals seine Pinnummer in der Nähe der EC-Karte aufzubewahren. Aber ein bisschen Misstrauen Fremden gegenüber kann auch nicht schaden.

Schüler: Was sollte man tun, wenn man Augenzeuge eines Diebstahls wird?
Brunet: Man sollte dem Opfer gleich sagen, dass man Zeuge geworden ist und seine Personalien übergeben. Wenn es möglich ist, sollte man auf das Eintreffen der Polizei warten, um gleich eine Zeugenaussage zu machen. Ansonsten sollte man sich zu Hause Stichpunkte aufschreiben, um Einzelheiten bis zu einer Zeugenaussage nicht zu vergessen.

Schüler: Wie wehrt man sich gegen eine Gruppe aufdringlicher Personen? Und was kann man tun, wenn sie handgreiflich werden?
Brunet: Man sollte versuchen, gewaltfrei zu bleiben und diesen Leuten aus dem Weg zu gehen, eventuell sie zu beruhigen oder zu beschwichtigen. Sollte man Opfer geworden sein, kann nur empfohlen werden, die Täter anzuzeigen und Zeugen zu notieren. Ziel ist es zu erreichen, dass die Täter ermittelt werden, und zu verhindern, dass weitere Opfer geschädigt werden.

von Kevin Bernhardt, Klasse 8G3, Gesamtschule Ebsdorfergrund

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