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Zeitung lesen und mitdiskutieren können

Bildungsprojekt Zeitung lesen und mitdiskutieren können

Am Montag startet an 25 Schulen in Marburg und dem Landkreis das Zeitungsprojekt „Schüler lesen die OP“. Sieben Wochen lang bekommen die Schüler die Zeitung druckfrisch in die Klassen geliefert.

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„Was ist neu, wichtig und interessant?“ – Christoph Linne gab den Schülern der zehnten Klasse der Freien Waldorfschule Marburg eine Einführung ins journalistische Arbeiten.

Quelle: Ruth Korte

Marburg. Wie sie die Zeitung in den Unterricht und den Schulalltag einbinden, bleibt den Lehrern überlassen. Die einen diskutieren die Inhalte, andere benutzen die Zeitung als Quelle der Information und zur Inspiration, um selber einmal in die Rolle eines Reporters zu schlüpfen und Zeitungs­artikel zu schreiben. Wieder andere lernen Medienberufe  und Abläufe kennen – so wie die Klasse 10 der Waldorfschule in Marburg, eine von insgesamt 50 Klassen, die an dem Schul­projekt teilnehmen.

Sie war die erste Klasse, der OP-Chefredakteur Christoph Linne bereits vergangene Woche einen Besuch abgestattet hat, um ihnen zu erklären, wie Journalisten arbeiten, wie eine Zeitung aufgebaut ist und welche Themen darin behandelt werden. „Was ist neu, wichtig und interessant – das sind die drei Stichworte, an denen wir uns jeden Tag orientieren und an denen auch Sie sich entlang hangeln sollten, wenn Sie einen Artikel schreiben möchten“, so Linne.

OP-Chefredakteur Christoph Linne erklärt den Schülern wie Zeitung gemacht wird.

Und da haben die Waldorfschüler schon ein paar konkrete Ideen: Von Sterbehilfe über Satanismus bis zur Trendsportart „Roofing“ handelt es sich bei den Themen, über die OP-Leser in den kommenden Wochen in dieser Zeitung oder auf unserer Homepage ( www.op-marburg.de) mehr lesen könnten. Die Schüler nutzten den Besuch des Chefredakteurs auch, um Fragen zu stellen, wie „Wer entscheidet, was in der Zeitung steht?“, „Wie viele Artikel erscheinen täglich in Ihrer Zeitung?“, „Worauf muss man achten, wenn man Bilder für die Presse macht?“ und „Wo sehen Sie die Zeitung in 30 Jahren?“.

Die Zukunft des Printmediums sieht Linne nicht gefährdet. Obwohl die Zahl der Abonnenten der gedruckten Ausgabe abnimmt, ergeben Stu­dien, dass besonders junge Menschen zu Tageszeitungen das größte Vertrauen haben. „Umso größer unsere Verantwortung als Journalisten“, so Linne.

Das Projekt „Schüler lesen die OP“, das in Kooperation mit der Deutschen Vermögensberatung, dem Staatlichen Schulamt und mit Unterstützung der Deutschen Post läuft, erfreut sich seit nunmehr 31 Jahren großer Beliebtheit. In diesem Schuljahr nehmen 25 Schulen aus Marburg und dem Landkreis teil.

von Ruth Korte

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