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Zehn Jahre enge Partnerschaft

Elisabeth Kaffee Zehn Jahre enge Partnerschaft

Dieses Jahr feiert der Weltladen Marburg in der Oberstadt zehn Jahre Elisabeth Kaffee. Der fair gehandelte Bio-Kaffee wurde 2007 anlässlich des 800. Geburtstags der heiligen Elisabeth von Thüringen als Marburger Stadtkaffee eingeführt. Der Kaffee soll an die soziale Gerechtigkeit erinnern, für die Elisabeth gekämpft hat.

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Der fair gehandelte Bio-Kaffee wurde 2007 anlässlich des 800. Geburtstags der heiligen Elisabeth von Thüringen als Marburger Stadtkaffee eingeführt.

Quelle: Privat

Marburg. Zehn Jahre Partnerschaftsprojekt bedeutet auch zehn Jahre intensiver Kontaktpflege zu den Kaffeebäuerinnen in Honduras, aus deren Rohkaffee der Elisabeth Kaffee geröstet wird. Sehr wichtig für den Erfolg des Partnerschaftsprojektes sind die gegenseitigen Besuche und der persönliche Austausch mit den Kaffeeproduzentinnen aus Mittelamerika.

Die Aktiven der Elisabeth Kaffee-Gruppe des Weltladens Marburg konnten in dieser Zeit durch ihre Besuchsreisen die Entwicklungen, die der faire Handel bei der Frauenorganisation Aprolma ermöglicht hat, beobachten. Erst im Juni 2016 waren zwei Frauen der Organisation in Marburg zu Besuch und haben Vorträge über ihr Leben und Arbeiten in der Kaffeeproduktion gehalten.

Die Produzentinnen bauen den Kaffee im Hochland der Region Marcala, die für ihre hochwertigen Kaffees bekannt ist, in eigenen, kleinen Kaffeegärten an. In der Organisation wird sehr viel Wert auf selbstbestimmtes Handeln gelegt und damit die Rolle der Frauen für die Familie und die Gesellschaft verändert und verbessert.

Fair Trade bedeutet mehr Lohn für Kaffee-Produzenten

Die "Gepa" (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der dritten Welt) importiert den Rohkaffee von Aprolma. Außerdem bietet sie auch Beratungsleistungen für die Frauen der Organisation an.

Die Fair Trade-Zertifizierung für die Kaffee-Produzentinnen bedeutet, dass für jede Saison ein Abnahmepreis mit der Gepa verhandelt wird, der deutlich über dem Weltmarktpreis liegt. Somit sind die Produzentinnen, deren Kaffee für Fair Trade zertifiziert ist, abgesichert und sie erhalten einen angemessenen, sicheren Lohn für ihre Arbeit. Außerdem wird der Aufschlag für die Umsetzung gemeinschaftlicher Projekte genutzt, die allen in der Organisation zu Gute kommen, wie zum Beispiel der Bau von Verarbeitungsanlagen für den Rohkaffee.

Anders als bei konventionellem Kaffee wird bei fair gehandeltem Kaffee versucht, die Produktionskette kurz zu halten. Es gibt nur noch wenige Zwischenhändler, sodass am Ende wieder mehr Lohn bei den Kaffee-Produzentinnen ankommt.

Zehn Jahre Partnerschaftsprojekt, zehn Jahre Elisabeth Kaffee – eine ereignisreiche Zeit, die spannend bleibt und neugierig macht auf die nächsten zehn Jahre!

von Hannah Mertz und Sophie Winzenburg, 9. Klasse, Freie Waldorfschule Marburg

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