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YouTube und seine Trends

Skurrilitäten YouTube und seine Trends

Viel Kritik richtet sich in den letzten Monaten vor allem gegen einige der "großen" YouTuber Deutschlands. Was ist dran?

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Fast wöchentlich gibt es neue Skurrilitäten im Netz. Vor allem bei Youtube findet sich einige irre Trends.

Quelle: Pixabay

Marburg. Unter anderem auch an "Miguel Pablo", einen YouTuber mit zur Zeit 587.320 Abonnenten. Er wurde in letzter Zeit vor allem für sein inzwischen gelöschtes Video "Baden in 50 kg Chicken Wings" kritisiert, in dem er angeblich in 50 kg Chicken Wings badet. Die besten Negativbeispiele allerdings sind "ApoRed" (1.978.622 Abonnenten) und "Leon Machère" (2.023.461 Abonnenten). Diese haben aufgrund diverser fragwürdiger "Pranks", also Streiche, und anderer Aktionen für Aufsehen gesorgt.

Unter anderem ApoReds "Bomben Prank", in welchem er in einem Anzug gekleidet eine schwarze Sporttasche anderen Leuten vor die Füße wirft und ihnen sagt, dass in dieser eine Bombe sei und sie 30 Sekunden Zeit hätten bevor sie explodieren würde. Dieser Prank hat viel negative Kritik einstecken müssen und ist auf jeden Fall ethisch fragwürdig.

Für Aufsehen sorgte auch Leon Machères "DrogenDealer Prank", in dem er Tüten mit gefaketem Marihuana, was in diesem Falle Petersilie war, fallen lässt und dann die Reaktionen von Passanten filmt. Am Ende dieses Videos wurde er von Polizisten verhaftet und durchsucht. Allerdings wurde er wieder freigelassen, da er keine echten Drogen bei sich hatte. Dieser Prank hat ebenso viel Kritik eingesteckt und ist ebenfalls ethisch fragwürdig.

Streit unter YouTubern keine Seltenheit

Allerdings sorgen nicht nur Pranks für aufsehen, sondern auch "YouTube Beef", oder anders ausgedrückt, öffentlich ausgelebter "Streit" unter YouTubern, welcher in YouTube-Deutschland immer wieder ein großes Thema ist. Bei so einem "Beef" versuchen beide Parteien die jeweils andere entweder fertig zu machen oder sie schlecht aussehen zu lassen. Manchmal verteidigt sich eine Seite auch nur und setzt das Gegenüber mit konstruktiven Argumenten außer Gefecht.

Aktuell gab es so einen Beef zwischen "Drachen Lord", oder auch "Drache Offiziell", (47.188 Abonnenten) und "iBlali" (2.461.415 Abonnenten). Angefangen hat dieser Beef mit einem Stream auf YouNow von iBlali, in welchem er gesagt hat, dass ihm Drachen Lord "ein bisschen arrogant rüberkommt". Danach hat Drachen Lord iBlali auf Twitter zugespamt und ihn in einigen Videos angegriffen, letztlich als "riesen Arschloch" beleidigt.

Drachen Lord ist unter anderem auch nach Köln gekommen, um iBlali zu suchen. Allerdings ist dieser just an diesem Tag nach Japan geflogen, woraufhin Drachen Lord dachte, iBlali sei nach Japan vor ihm geflohen, was allerdings eine ziemlich absurde Theorie war. iBlali fragte zurecht: "Wieviel Angst muss ich vor einem Mensch haben, um nach Japan zu fliehen, um ans andere Ende der Welt zu fliehen?". Diese Frage hat er in einem Ansage-Video, in dem er gegen Drachen Lord argumentiert, gestellt.

Eine Woche später hat Drachen Lord berichtet, er sei zusammengeschlagen worden und machte iBlali dafür auf Twitter verantwortlich. Durch diesen Vorwurf ist auch der Hashtag #DankeDafür@iBlali entstanden, da Drachen Lord in einem Tweet ein Bild von seinem Gesicht, das einen Bluterguss und einen fehlenden Zahn vorwies, zeigte und unter dieses Bild "danke dafür @iBlali" geschrieben hat.

#LoveIsLove: Ein Hashtag gegen Homophobie

Was allerdings auch sehr aktuell ist, ist die negative Einstellung gegen das Video "Statement 1" vom YouTuber "Mert" (724.225 Abonnenten). Mert äußert sich in diesem feindlich gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen. Das Video haben viele große YouTuber in weiteren Videos kritisiert, unter anderem auch "KuchenTV" (549.251 Abonnenten), ein Meinungs-Blogger, welcher auch schon öfters negativ eingestellte Videos gegen ApoRed und Leon Machère veröffentlicht hat, in denen er zum Beispiel beweist, dass diese ihre Videoideen klauen oder ihre Fans anlügen.

Mert hat er stark kritisiert und ihn auch gefragt, was schlimm daran sei homo- oder transsexuell zu sein. Durch diese Äußerung von Mert ist auch der Hashtag #LoveIsLove entstanden, welcher bekräftigen soll, dass es nicht schlimm ist, homosexuell oder transsexuell zu sein. Mert hat wegen der ganzen negativen Kritik und Stimmung dieses Video bereits von YouTube heruntergenommen.

Auf YouTube gibt es allerdings nicht nur Pranks und Beef, es gibt auch einige Trends, seien sie schlau oder seien sie nicht so schlau, die durch YouTube sehr populär wurden. Die bekanntesten  Beispiele sind der "Glühendes 1000° Messer vs"-Trend, der "Baden in"-Trend, der "24h in"-Trend und der "100 Schichten"-Trend:

Fragwürdige Trends

Beim "Glühendes 1000° Messer vs"-Trend erhitzt man zuerst ein Messer auf 1000° und zerschneidet dann einige Gegenstände. Beim "Baden in"-Trend füllt man eine Badewanne mit einer Sache und badet dann darin. Beim "24h in"-Trend geht man in entweder ein Restaurant oder ein Geschäft und versteckt sich so lange bis abgeschlossen wird und bleibt dann dort über Nacht. Meistens bleiben diese Personen aber nicht wirklich 24 Stunden dort.

Beim "100 Schichten"-Trend trägt man entweder sich selber 100 Schichten von Make-up, oder einer Maske auf das Gesicht, oder man stapelt 100 Schichten einer Sache aufeinander.

All diese Trends sind, bevor sie in Deutschland populär wurden, wenige Monate zuvor in Amerika berühmt geworden. Der YouTuber Simon Desue (3.204.291 Abonnenten) springt immer wieder auf diese Trends auf. Er hat zum Beispiel sehr erfolgreich vier "Baden in"-Videos und fünf "100 Schichten"-Videos veröffentlicht.

Allgemein kann man sagen, dass in YouTube-Deutschland momentan sehr fragwürdiger Content, also Medieninhalte, kreiert wird. Man könnte auch sagen, dass YouTuber wie ApoRed Content kreieren, welcher eher unkreativ und ethisch nicht ganz korrekt ist. Allgemein ist es zu empfehlen, sich von Inhalten solcher YouTuber wie ApoRed oder Leon Machére fernzuhalten.

von Inken Sauer und Arian Lohaj, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum

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