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Was steckt hinter unserem Kaffee?

Alles Fairtrade oder was? Was steckt hinter unserem Kaffee?

Kaffee: Viele Deutsche trinken ihn täglich. Doch wo kommt er her? Und wer baut ihn an?

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"Trotz des aufwändigen Herstellungsverfahrens und des langen Transportweges ist Kaffee für uns heutzutage viel günstiger als vor ein paar Jahrzehnten", schreiben Jil Petri und Zoe Schol in ihrem Schülerartikel.

Quelle: dpa

Marburg. Es ist eines der beliebtesten Getränke der Welt. Trotz des aufwändigen Herstellungsverfahrens und des langen Transportweges ist Kaffee für uns heutzutage viel günstiger als vor ein paar Jahrzehnten.

Wo kommen die Bohnen her?

34 Prozent des Kaffees kommt aus Brasilien, damit ist es das größte Kaffeeexportland. 80 Prozent des in Brasilien angebauten Kaffees sind Arabicabohnen. Auf Platz zwei liegt Vietnam mit einem Anteil von 95 Prozent Robustabohnen. Auf Platz drei liegt Indonesien. Darauf folgen Kolumbien und Äthiopien, welche beide fast ausschließlich Arabicabohnen anbauen.

Was macht guten Kaffee aus?

Vor allem ist es ein Zusammenspiel aus Anbauhöhe, Bodenbeschaffenheit, Klima, und Pflege, das eine gute Kaffeebohne ausmacht. Entscheiden kann auch die Röstung der Bohnen über die Qualität des Kaffees. Es gibt unterschiedliche Röstverfahren, sowie das Langzeitröstverfahren, durch das die Reizstoffe dem Kaffee entzogen werden. Durch dieses Verfahren wird der Kaffee milder und verträglicher. Guter Kaffee hat seinen Preis. Doch zahlt jeder Deutsche durchschnittlich nur 5 Cent für eine Tasse Kaffee zuhause.

Warum ist Kaffee so günstig?

Wie kommt es zu so einem geringen Preis, trotz des aufwändigen Herstellungsverfahrens? Leiden Qualität und Arbeiter darunter? Eine NDR-Reportage zeigt, was der Leiter einer Starbucks-Filiale während einer Kaffeeverköstung über die Arbeitsbedingungen berichtet: "Die haben dann wirklich ihre Körbe auf dem Kopf, laufen durch die Kaffeeplantage, ernten den, zupfen den und singen dann auch dabei."

Doch die Realität sieht anders aus: In Brasilien wird die Arbeit zum Großteil von Wanderarbeitern erledigt, die für einen Hungerlohn auf den Plantagen arbeiten. Unter ihnen sind Kinder, auch wenn die Plantagenbesitzer dieses oft nicht zugeben. Auch sie müssen die 60 Kilogramm schweren Kaffeesäcke tragen, von denen Brasilien jährlich 45.000.000 produziert. Um diesen Ertrag zu erzielen, werden Pestizide versprüht, welche die Flüsse und somit auch das Trinkwasser der Bevölkerung verunreinigen. Dies führt zu einer größeren Erkankungsgefahr an zum Beispiel Parkinson und Herzrhythmusstörungen.

Deutschland ist Weltmeister im Verkauf von Pestiziden, welche natürlich auch an Brasilien geliefert werden. Wer diese Arbeitsbedingungen und die schädlichen Gifte im Kaffee vermeiden möchte, sollte auf fairen Biokaffee zurückgreifen. Dieser garantiert, dass menschenwürdige Arbeitsbedingungen herrschen und sich im Kaffee wiederfinden.

von Jil Petri und Zoe Schol, 10. Klasse, Freie Waldorfschule Marburg

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