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„Pflanzenfresser“ - Gut für die Umwelt?

Veganismus „Pflanzenfresser“ - Gut für die Umwelt?

„Nüsse und Beeren, ein Grashalm zwischendurch – mehr essen die nicht!“ - Dies wird Veganern häufig nachgesagt. „Warum sollte ich auch auf mein Frühstücksei verzichten? Das wäre doch unnatürlich!“ Und das ist falsch.

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"Probiers doch mal vegan!" steht an der Fensterscheibe dieser Berliner Bäckerei. Als "Soja-Salafisten" oder "Vegan-Mafia" werden sie häufig verunglimpft. Doch Veganer sind für manche nicht mehr nur Menschen, die auf tierische Produkte verzichten.

Quelle: Jens Kalaene

Marburg . Menschen sind "Omnivore", das heißt Allesfresser. Im Gegensatz zu Karnivore (Fleischfressern), brauchen wir kein Fleisch. Dass der Mensch damals anfing, auf die Jagd zu gehen, um sich ausgewogen zu ernähren, war richtig. Wenn wir aber weiterhin so konsumieren, wie wir es gerade tun, wird bald nichts mehr übrig sein. Und da Ernährung etwas ist, was JEDEN einzelnen betrifft, sollte das durchaus etwas sein, wofür jeder sich die Zeit nimmt, um sich damit auseinanderzusetzen.

Der Klimawandel ist seit Jahren in aller Munde, dass aber Nutztierhaltung dabei eine der größten Rollen spielt, wird laut www.veggiday.de elegant ignoriert. Jeder weiß, dass der Regenwald die Lunge unseres Planeten ist. Wir brauchen seine Pflanzen um zu atmen - trotzdem wird er abgeholzt. Allein die Nutztierhaltung hat einen großen Teil des Amazonas auf dem Gewissen und insgesamt sind 45 Prozent der gesamt verfügbaren Fläche dieser Erde Land für Vieh, das wir in grausamen Bedingungen züchten, quälen, ausbeuten und schlachten, um es zu essen.

Auf engem Zuchtraum verbreiten sich Krankheiten und Viren

Bio hin oder her, macht es für die Kuh überhaupt einen Unterschied wenn sie geschlachtet wird, ob sie vorher ein glückliches Leben hatte oder nicht? Sie verliert ihr Leben und du isst ihren toten Körper. Oder nehmen wir die Hühner als Beispiel: Die männlichen Küken werden direkt nach dem Schlüpfen aussortiert, geschreddert oder vergast. Die Schwachen werden zusammen mit den Eierschalen zerstampft, ihnen wird der Kopf abgerissen oder sie werden in eine Mülltüte geworfen und verrecken dort (zahlreiche Videos auf YouTube belegen dies). 

Die Hühner, die bis dahin überleben „durften“, kommen in eine Halle mit ungefähr 10.000 Tieren. Bis zu 26 Hühner müssen sich laut der Albert Schweizer Stiftung einen Quadratmeter teilen. Durch den engen Zuchtraum verbreiten sich Krankheiten und Viren rasant. Deshalb bekommen sie Medikamente und Hormone, die wiederum wir Menschen beim Verzehr von Fleisch in unseren Körper aufnehmen.

Würde man einen Mensch so mästen, wie es bei vielen Hühnern gemacht wird, würde man jeden Tag zwei Kilogramm zunehmen. Das bedeutet: Es ist nicht nur „nicht nötig“, Fleisch zu essen, sondern es ist sogar ungesund. Es verkürzt deine Lebenserwartung deutlich, und das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes und Krebs steigt laut der Tierschutzorganisation "Peta" erheblich.

"Um einen Fleischfresser zu ernähren, braucht man 18 Mal soviel Land, wie für einen Veganer"

Wir könnten die ganze Welt problemlos ernähren, wenn wir das, was wir an unser „Futter“ verfüttern, selbst essen würden. Was - nebenbei - gesünder wäre, und besser für die Umwelt. Um einen Fleischfresser zu ernähren, braucht man 18 Mal soviel Land, wie für einen Veganer.

Soja gilt als Veganes Grundprodukt und wird aufgrund der Regenwaldabholzung negativ dargestellt. Dass der Großteil der Sojaernte aber für das Viehfutter draufgeht, wie man auf der Homepage www.faszination-regenwald.de erfährt, wird außen vor gelassen.

Da der Mensch die mittlerweile am weitesten entwickelte Spezies dieses Planten ist, sollte man ja wohl meinen können, er weiß auch, wie er damit umzugehen hat. Trotzdem ist er die einzige Art, die die Muttermilch eines anderen Lebewesen trinkt. Könnte die Ursache für Laktoseintoleranz oder allergische Reaktion auf Eier die sein, dass der menschliche Körper nicht für den Konsum tierischer Produkte gebaut ist? Zumindest nicht in diesen Maßen.

Wenn du dir nun immer noch denkst, dass es doch keinen Unterschied macht, ob du etwas änderst oder nicht, weil es in der Masse nicht auffällt: falsch! Es ist alles eine Frage des Angebots und der Nachfrage: Sinkt die Nachfrage, sinkt auch das Angebot. Fazit: Eine vegane Ernährung ist sehr viel gesünder für den Körper und tut unserer Erde gut. Es mangelt einem an nichts, wenn man es richtig tut, und es ist leichter als man denkt.

von Lara Schunack und Malina Rutt, 9. Klasse, Freie Waldorfschule Marburg

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