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„Mir war erst mal nur schlecht....“

Peter und der Wolf „Mir war erst mal nur schlecht....“

Am 5. März wurde im ausverkauften Erwin-Piscator-Haus vor über 950 Zuschauern das musikalische Märchen „ Peter und der Wolf “ aufgeführt. Unter der Leitung des Dirigenten Lukas Rommelspacher wurde die Aufführung zu einem vollem Erfolg.

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Obere Reihe von links: Judith Israel, Ronja Schönau, Alva Leidecker, Nisha Wiesner und Alice Schlaefke. Untere Reihe von links: Mael Mittelstaedt, Ole Schönau, Leevke Fillipski, Luca Seidel und Lukas Rommelspache.

Quelle: Privat

Marburg. In dem Stück geht es um den jungen Peter, der versucht, mit Hilfe eines kleinen Vogels den bösen Wolf zu überlisten, wobei Peter, Großvater und die Tiere durch verschiedene Instrumente und wiederkehrende musikalische Motive beschrieben werden.

Der russische Komponist Sergei Prokofjew, der 1936 neben der Musik auch den Text schrieb, hatte die Absicht, Kinder mit den Instrumenten des Sinfonieorchesters vertraut zu machen. So ist die Entscheidung, Kinder in die Aufführung miteinzubeziehen, schlüssig.

Schüler der Otto-Ubbelhode-Schule in Goßfelden stellten mit einem fiktiven Interview den Komponisten vor. Die musikalische Darbietung selbst unterstützten die Kinder der Freien Schule Marburg mit einer szenischen Darbietung, wobei sie durch Bewegung und körperlichen Ausdruck die charakteristischen Elemente der Instrumentierung darstellten.

Nach dem Konzert stellten sich uns mehrere Fragen. Wie fühlen sich Kinder im Grundschulalter, die vor über 900 Zuschauern spielen? Wie liefen die Vorbereitungen ab, und wie kam es zum Kontakt zwischen einer Grundschule und der Jungen Philharmonie Marburg? Lukas Rommelspacher war bereit, uns ein Interview zu geben.

"Ich bin wirklich sehr stolz auf die Kinder"

"Dass Kinder auf der Bühne waren, hat mich und die Musiker sehr inspiriert, es war schön", teilte er uns mit. "Ich habe schon viele Konzerte für Kinder gegeben, aber noch nie mit ihnen zusammen auf der Bühne gespielt. Kinder und Musiker zu koordinieren, war natürlich eine Herausforderung, die viel Arbeit beinhaltete. Doch das ausverkaufte Haus hat uns gezeigt, dass die Vorstellung ein Erfolg war."

Auch Judith Israel, die zuständige Leitung der Theatergruppe und ihre Schüler trafen sich im Anschluss mit uns. "Ich bin wirklich sehr stolz auf die Kinder", erzählt uns Frau Israel. "Wir hatten nur vier Wochen Zeit, um das Stück vorzubereiten, da gab es immer mal wieder Phasen, in denen die Kinder fast aufgeben wollten, da sie noch nie vor so einem großen Publikum aufgetreten sind. Ich studiere am Fachbereich Kunst, Musik und Medien. In dem Seminar Berufspraxis war es meine Aufgabe, das Kinderkonzert mit der Jungen Philharmonie vorzubereiten. So etwas habe ich vorher noch nie gemacht.Von daher war es auch für mich eine neue Erfahrung.Von den Kinder erforderte das natürlich viel Engagement."

Kinder bauten Kulissen selbst

"Die Kulissen haben wir selbst gebaut", erzählte Alice, die den Großvater spielte, stolz. "Oh ja, die vielen Blätter für den Baum", stöhnte Ronja, die eine Katze spielte, "da haben wir stundenlang ausgeschnitten".

"Damals, als ich am Fachbereich vorschlug, die Aufführung der Philharmonie durch ein Theaterstück zu ergänzen, war Lukas Rommelspacher von der Idee gleich sehr begeistert. Er hat uns bei einer der Proben unterstützt und bemerkte, dass sich die Kinder sehr gut mit dem Stück auseinandergesetzt hätten. Durch diese Kooperation konnten wir gute Einblicke in sein professionelles Arbeiten gewinnen. Natürlich hat der hohe Anspruch die Kinder auch nervös gemacht", beschrieb uns Frau Israel die Vorbereitungen mit den Kindern.

Diese erzählten uns, wie aufgeregt sie waren. "Am Anfang hatte ich richtig Lampenfieber", sagte Leevke, die einen der Vögel spielte. "Doch dann haben wir einfach gespielt, und haben nichts mehr davon gemerkt."

"Mir war erst mal nur schlecht", meinte Luca, die den Peter spielte. "Vor allem als der Saal immer voller wurde. Ich konnte gar nicht ins Publikum gucken."

"Aber es war toll", sagen alle Kinder mit strahlenden Gesichtern. "Wir waren so stolz, dass wir es geschafft hatten.Trotz der Anstrengung würden wir es wiederholen. Es hat sehr viel Spaß gemacht."

Wir bedanken uns bei den Kindern der Freien Schule Marburg sowie Judith Israel und Lukas Rommelspacher.

von Milan Völker und Adrian Schneider, 9. Klasse, Freie Waldorfschule Marburg

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