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Marburg wird „high“

Klettern Marburg wird „high“

Vielleicht haben Sie Kollegen, die es tun, Freunde, die davon berichten oder haben selbst schon einmal diese Erfahrung gemacht: Das Klettern.

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Im Jahr 2013 wurde die Volksbank Kletterhalle in Marburg eröffnet.

Quelle: Tobias Hirsch (Archivfoto)

Marburg. Die erst seit einigen Jahren in Deutschland an Bekanntheit und Beliebtheit zunehmende Sportart wird als Hobby oder Freizeitmöglichkeit jedoch schon weit länger praktiziert. Die ersten richtigen Formen des Bergsteigens beziehungsweise Kletterns gibt es bereits seit dem frühen 14. Jahrhundert.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gingen immer mehr Leute zum Klettern an den Fels, doch es war bei Weitem noch nichts für Jedermann: Touren und Routen waren schlecht abgesichert und an Klettergurte oder Chalk (Magnesiumcarbonatpulver, um die Griffigkeit der Hände zu verbessern) war damals noch nicht mal zu denken.

Kletterer galten als die „Verrückten“, gesichert wurde der Kletterpartner mit bloßen Händen, der Kletternde hatte sich das Seil mit einem (hoffentlich) festen Knoten um die Hüfte gebunden und dann hieß es: nicht runterfallen!

Erst als in den 1960er und 1970er Jahren das Klettern durch den Bau der ersten Indoor-Kletterhallen immer mehr zum Breitensport wurde, setzte man neue Sicherheitsstandards durch. Mittlerweile bietet der DAV (Deutscher Alpen Verein) in Marburg kostenlose Sicherheitsupdates an, bei denen Kletterer ihre Kenntnisse im Sichern auffrischen und auf den neuesten Stand bringen können.

Speed-Klettern und Bouldern

Beim Sport- und Wettkampfklettern wird meist in drei Kategorien unterschieden: Lead, Speed und Bouldern. Beim Lead oder auch Vorstiegsklettern ist man von unten durch ein Seil, welches der Kletternde in Zwischensicherungen, sogenannten Expressen einhängen muss, gesichert. Stürzt man in einer Route, fällt man nur bis zur letzten Zwischensicherung. Das Lead-Klettern wird im Wettkampfbereich als Königsdisziplin angesehen.

Beim Speed-Klettern (Toprope) geht es, wie der Name schon sagt vor allem um Geschwindigkeit. Hierbei ist der Kletterer durch ein bereits am Ende der Route eingehängten Seilzug gesichert, im Falle eines Sturzes fällt er nur minimale Strecken, so kann der Kletterer sich ganz auf seine Geschwindigkeit konzentrieren.

Bei sogenannten Bouldern handelt es sich um kurze Routen, die man ungesichert auf Absprunghöhe (zirka 4 Meter) klettert. Hierbei geht es vor allem um das Austüfteln kniffliger Züge und Bewegungen. Bouldern hat sich mittlerweile zu einer eigenen Trendsportart entwickelt, viele gehen nur zum Bouldern in Kletterhallen oder an den Fels.

Klettern zur Entspannung

Auch in der seit 2014 geöffneten Volksbankkletterhalle in Marburg kann man diese drei Disziplinen an über 14 Meter hohen Kunstwänden trainieren. In Marburg ist Klettern jedoch längst kein Geheimtipp mehr. Viele Studenten und Berufstätige nutzen die Halle, um sich nach der Arbeit auszupowern und auf andere Gedanken zu kommen. Auch gibt es in der DAV-Halle einige Jugendgruppen, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Training treffen. Im Sommer geht es dann meist an den Fels, um an Granit-, Kalk- oder Sandsteinfelsen zu klettern.

Falls Sie jetzt auch Lust bekommen haben sollten, das Klettern selbst auszuprobieren, lädt die Kletterhalle Sie herzlich zu dem Tag der offenen Tür am 14. Mai 2017 ein, an dem man kostenlos eine kleine Einführung in diesen Sport bekommt und sich selbst an den 14 Meter hohen Wänden ausprobieren kann. (Genaueres auf der Homepage: www.volksbank-kletterhalle-marburg.de)

von Leonie Petzoldt, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum

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