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"Ihr größter Traum ist der Weltfrieden"

Flucht in die Freiheit "Ihr größter Traum ist der Weltfrieden"

Wir haben ein 15-jähriges Mädchen namens Aysha (Name geändert) interviewt, das vor einem Jahr aus dem Kriegsgebiet Syrien nach Deutschland flüchtete. Sie berichtet uns von ihrer Heimat und ihren dortigen Erlebnissen.

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Aysha ist in Syrien aufgewachsen, einem Land, in dem seit mehreren Jahren ein unerbittlicher Bürgerkrieg tobt. Ihr und ihrer Familie blieb nichts anderes als die Flucht, um ihr Leben zu retten.

Quelle: Pixabay

Marburg. Ihr damaliges Leben wäre für viele von uns unvorstellbar, dennoch war es für sie alltäglich. Internet und Strom hatte sie nie, duschen konnte sie nur zweimal in der Woche. Während des Krieges ging sie vor dem regulären Schulende nach Hause, da die Gefahr bestand, dass das Gebäude bombardiert werden würde.

Auch Lebensmittel waren schwer zu bekommen und sehr teuer, jedoch hatten Aysha und ihre Familie in vielen Fällen Glück. Sie überlebten eine Bombardierung ihres eigenen Hauses, die ständige Gefahr, auf der Straße erschossen zu werden und die schlechten Lebensbedingungen im Krieg.

Sie beschlossen, nach Deutschland zu flüchten. Dabei wurde die Familie bei der Ausreise getrennt. Sie alle kamen mit dem Flugzeug, bis auf Ayshas Vater, welcher mit dem Boot nachkam.

Aysha möchte in Deutschland ihre Träume verwirklichen

Aysha hat auf dem Weg hierher viele Freunde in Syrien aufgegeben, vermisst diese sehr und weiß bis heute noch immer nicht, was mit ihnen geschehen ist. Das ist auch der Grund dafür, dass sie sich sehr schwer damit tut, Freunde in Deutschland zu finden, da sie Angst hat, diese auch wieder zu verlieren.

Schon vor ihrer Flucht wollte Aysha nach Deutschland kommen, um ihre persönlichen Ziele und Wünsche zu verwirklichen, wie zum Beispiel das Abitur und ein Medizinstudium. Viel Reisen ist auch einer ihrer Wünsche, wobei die Sprachen Englisch und Französisch ihr behilflich sein können, die sie schon in Syrien gelernt hat.

Ihr größter Traum ist und bleibt jedoch der Weltfrieden.

von Hajer Aghabra, Lea Reinhard und Alina Kalko, Klasse 8e, Elisabethschule

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