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„Get it first, but first get it right“

Medienwoche in der Stiftsschule „Get it first, but first get it right“

Die Amöneburger Stiftsschüler befassten sich im Rahmen einer Oberstufenprojektwoche mit dem Thema „Medien“. Das haben sie dabei erlebt:

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Im Rahmen der Projektwoche stattete auch OP-Chefredakteur Christoph Linne der Amöneburger Stiftsschule einen Besuch ab.

Quelle: Privatfoto

Marburg. In diesem Zusammenhang besuchte sie der ehemalige Stiftsschüler und Chefredakteur der Oberhessischen Presse (OP), Christoph Linne. Seine ersten Worte waren: „Es ist wie nach Hause kommen“.

Zunächst gingen die Schülerinnen und Schüler der Frage nach: „Wie nutze ich Medien?“. Christoph Linne stellte die OP als traditionelle und aktuelle Tageszeitung vor. Die OP gibt es neben der Printausgabe auch in digitaler Form auf Facebook, Instagram, Twitter und Youtube. Die Digital- und Print-Nachrichten laufen parallel.

Glaubwürdigkeit wichtiger als Schnelligkeit

Wie der Titel schon sagt, möchte die OP, wie jede andere Zeitung auch, immer als Erste die aktuellen Nachrichten haben, so Linne. Allerdings bestehe die Gefahr, dass die erhaltene Meldung einen geringen Wahrheitsgehalt habe, weswegen jede eingehende Nachricht zu überprüfen sei.

Glaubwürdigkeit sei wichtiger als Schnelligkeit. Die Leser müssen sich auf die wahrheitsgetreue Berichterstattung ihrer Zeitung verlassen können. Deshalb arbeiten an einem Artikel oft mehrere Personen und er wird vor Veröffentlichung von einem außenstehenden Mitarbeiter überprüft. Der Chefredakteur verglich eine Zeitung mit einem „Gemischtwarenladen“, da das Publikum vielschichtig sei und es nicht die eine Meinung, sondern Pluralität gebe.

Außerdem charakterisierte er die OP als eine Heimat- und Lokalzeitung mit klarem Fokus auf das Geschehen in der Region. Somit stehe die OP in keiner direkten Konkurrenz zu überregionalen Tageszeitungen.

Die Schüler sahen sich im Rahmen der Medien-Projektwoche gemeinsam das ZDF-Gelände an.

Aus dem Gespräch mit Linne konnten die Schülerinnen und Schüler viele für ihre Projektwoche hilfreiche und interessante Informationen gewinnen. Auf die Frage „Generation Social Media – Fluch oder Segen?“ antwortete Herr Linne, dass es sowohl Vor- und Nachteile gebe. Zum einen bekomme man durch Facebook und ähnliches eine Bestätigung, wo das Interesse der Zuschauer liegt. Zudem könne man schneller eine größere Menschenmenge ansprechen. Auf der anderen Seite müsse man darauf achten, dass die Meldungen nicht oberflächlich seien.

Außerdem gebe es einen permanenten Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe. Man müsse in den sozialen Netzwerken sowohl mit Lob als auch mit Kritik rechnen. Die Frage, ob die Printmedien aussterben werden, verneinte
Christoph Linne. Allerdings müsse man auf lange Sicht natürlich mit einer Verringerung rechnen und sich darauf einstellen, dass der Mobilkonsum in Zukunft weiter steigen wird.

Danach stellte sich ihnen Jochen Schmidt, Videojournalist für Mittelhessen beim Hessischen Rundfunk, vor. Er erzählte von seinem Berufsalltag und von dem Produktionsweg seiner Berichte, die er für die Hessenschau erarbeitet.

Exkursion zum Filmmuseum und zum ZDF

Die Schülerinnen und Schüler schauten sich mehrere seiner Berichte an und analysierten sie auf ihre Entstehung. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit ihm stand eine Diskussion über die Glaubwürdigkeit oder Inszenierung einer Nachricht.
Im Rahmen der Projektwoche machten die Schülerinnen und Schüler auch eine Exkursion nach Frankfurt ins Deutsche Filmmuseum. Dort erhielten sie eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung über Zeichentrickfilme und ihre Machart. Im Anschluss schauten sie sich noch die Hauptausstellung im Museum an.

Ihre Exkursion beendeten die Schülerinnen und Schüler mit einem Besuch beim ZDF in Mainz, wo sie neben einer kurzen Einführung und dem Gang über das ZDF-Gelände auch die einzelnen Aufnahmestudios
gezeigt bekamen, unter anderem auch den ZDF-Fernsehgarten.

Nach einer sehr ereignisreichen und informativen Projektwoche stellten sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig ihre selbst erarbeiteten Ergebnisse von Aufgaben, die sie im Vorfeld von den die Projektgruppe begleitenden Lehrern erhalten hatten, vor.

von Laura-Sophie Müller, Kristina Görge und Johanna Dörr, Stiftsschule St. Johann Amöneburg

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