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Ein Marburger Leuchtturm: Die blista

Deutsche Blindenstudienanstalt Ein Marburger Leuchtturm: Die blista

Die Blindenstudienanstalt (blista) ist eine Blindenschule in Marburg. Aber wussten sie schon, dass sie Marburg zum Hauptblindenzentrum Deutschlands macht?

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Unterricht in der Blista Marburg - Lehrer Knut Büttner in der 11. Klasse (Berufliches Gymnasium).

Quelle: Thorsten Richter (Archivfoto)

Marburg. 1916 gründeten Alfred Bielschowsky und Carl Strehl in Marburg einen Verein, um Kriegs­erblindeten des Ersten Weltkrieges zu helfen. So entwickelte sich über Jahre hin­weg die blista. Die Blindenstudienanstalt in der Marbach erstreckt sich über etwa 30.000 Quadrat­meter.

Sie bietet neben Grundfächern wie Mathematik oder Englisch auch noch eine große Anzahl an Aktivitätsangeboten, so wie zum Beispiel im sportlichen oder musika­lischen Bereich, die individuell angepasst werden können. So verfügt sie über eine große Sporthalle mit Hallenbad und einen Sportplatz. Die Blindenfußball­mann­schaft der Blista hat es im Jahr 2016 zum 4. Mal in Folge geschafft, Deutscher Meister im Blindenfußball zu werden.

Jeden Tag wird in der Schulküche der blista gutes und frisches Essen zubereitet. Der ausgebildete Diät-Koch achtet besonders auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung.

In der Schule werden die Klassen 5-13 unterrichtet. Die Klassengröße besteht durch­schnittlich aus 6 bis 12 Schülern. So gehen insgesamt 280 Blinde und Sehbehinderte auf diese Schule. Von ihnen absolvieren jährlich etwa 40-60 erfolgreich einen Schulabschluss.

Ab der 7. Klasse können die Schüler, die die blista als Internat nutzen, in Wohn­ge­mein­schaften wohnen. Dabei leben immer Schüler unter­schied­lichen Alters in einer Wohngruppe. Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ar­beiten bei der blista. Ihnen ist die Barrierefreiheit für Blinde und sehbehinderte Menschen im All­tag sehr wichtig.

von Leon Kütemeyer, Elias Sandrock, Sunke Schmidt und Lukas Timme, 9. Klasse, Freie Waldorfschule Marburg

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