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Das Leid der Tiere in unserer Gesellschaft

Tierhaltung Das Leid der Tiere in unserer Gesellschaft

Die Massentierhaltung oder auch Intensivtierhaltung genannt ist eine nicht artgerechte Haltung von Nutztieren mit dem Ziel, eine große Menge an tierischen Produkten in einem geringem Zeitraum so preisgünstig wie möglich zu produzieren.

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Viele Tiere leben dicht aneinander gedrängt ohne Auslauf und meistens ohne Tageslicht. Damit die Tiere in dieser unnatürlichen Haltung nicht krank werden, bekommen sie oftmals Medikamente und Antibiotika.

Quelle: dpa

Marburg. Die Tiere leben dicht aneinander gedrängt oder in kleinen Käfigen ohne Auslauf und meistens ohne Tageslicht. Damit die Tiere in dieser unnatürlichen Haltung nicht krank werden, bekommen sie oftmals Medikamente und Antibiotika, welche durch den Verzehr tierischer Produkte ebenfalls in den menschlichen Körper gelangen.

Während die natürliche Lebenserwartung eines Schweins zirka 15 Jahre beträgt, sinkt diese in der Massentierhaltung oftmals auf unter 1,5 Jahre. Legehennen steht häufig ein Käfig zur Verfügung, der mit 800 cm² kleiner als ein DinA4 Papier ist. Die meisten Tiere haben nicht einmal genug Platz, um sich in ihrem Käfig zu drehen.

Nach dem Leben in der Massentierhaltung geht es häufig weiter zum Schlachthof. So viele Tiere wie möglich werden in einen LKW gedrängt, in welchem sie nach EU Vorschriften bis zu acht Stunden ohne Verpflegung verbringen dürfen. Die Fahrt bedeutet Stress für die Tiere und nicht selten kommt es vor, dass ein Lebewesen von seinen Artgenossen totgetrampelt wird oder aufgrund von Erschöpfung noch vor Erreichen des Schlachthofes verendet.

Massentierhaltung belastet Tiere und Umwelt

Doch trotz des Wissens über die Umstände, in denen die Tiere leben, steigt der Fleischkonsum stetig. Ein Deutscher verzehrt im Jahr durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch; dabei liegt die Gesundheitsempfehlung mit höchstens 86 Gramm pro Tag bei der Hälfte des täglich konsumierten Fleisches.

Jedoch leiden nicht nur die Tiere unter der Massentierhaltung. Auch auf unseren Planeten hat sie enorme Auswirkungen. Gerade bei der Rinderzucht werden viele Treibhausgase produziert, die sofort in die Atmosphäre steigen. 50 Prozent des weltweit angebauten Getreides werden an Nutztiere verfüttert, während eine Millionen Menschen an Hunger leiden. Allein für ein Kilogramm Rindfleisch werden 16 Kilogramm Tierfutter benötigt. Dieses stammt häufig aus der sogenannten Dritten Welt.

Durch den Anbau von Kraftfutter wird der natürliche Lebensraum von anderen Spezies gefährdet. Daher entscheiden sich mittlerweile viele Menschen für eine vegane, vegetarische oder anderweitig bewusste Ernährung und in den meisten Supermärkten findet man Alternativen für Milch- und Fleischprodukte.

von Nike Leucker, 10, Klasse, Freie Waldorfschule Marburg

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