Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Elisabethschule

Warum „Ja“ zur Konfirmation?

Die etwa 20 sogenannten "Konfis" sitzen gemütlich in einem in einem Kreis, auf gepolsterten Höckern, im Jugendraum der evangelischen Kirche, die auch als Gemeindezentrum genutzt wird. Nachdem sie durch den Pfarrer begrüßt worden sind, lesen sie den Psalm 121 im Wechsel.
Die Konfirmation ist über Generationen hinweg ein Thema, wie hier für Renate und Rebecca Müller aus Vöhl. (Archivfoto: Theresa Demski)

Die Konfirmation ist über Generationen hinweg ein Thema, wie hier für Renate und Rebecca Müller aus Vöhl.

© Theresa Demski

Niederweimar. Da die baldige Prüfung und der Vorstellungsgottesdienst, der ausschließlich von den Konfirmanden geplant und umgesetzt werden soll, ansteht, sind die 13 bis 14 jährigen ein bisschen aufgeregt. Doch trotzdem ist die Stimmung locker, unbeschwert und es wird viel gelacht.

Nun sollen sich alle in einen anderen Raum begeben, in dem viele auseinandergerückte Tische stehen. Die Aufgabe, die der Pfarrer den Kindern stellt, ist schwieriger als man denkt. Sie sollen in einem Bild festhalten, wie sie sich das Paradies vorstellen. Anfangs ist noch ein leises Flüstern zu hören, doch nach und nach verstummt es und die Konfirmanden malen konzentriert an ihren Bildern.

Nach einer gewissen Zeit ist die Phase des Malens vorbei und alle begeben sich zurück in den Jugendraum. Dort diskutieren sie über ihre verschiedenen Ansichten und Vorstellungen. Nach der Diskussionsrunde wird gefragt: "Warum lasst ihr euch eigentlich konfirmieren?"

Gründe für die Konfirmation

Stille, alle überlegen. Eine Konfirmandin meldet sich zu Wort: "Ich wurde als ein Kleinkind getauft. Seit ich denken kann, gehe ich meinen Lebensweg mit Gott. Nun möchte ich meinen Glauben aus eigener Überzeugung bestärken und 'Ja' zu Gott sagen." Viele stimmen ihr begeistert zu. Einige schauen auf den Boden. Plötzlich ergreift ein anderer Konfirmand das Wort: "Also ich lasse mich konfirmieren, weil meine Oma das gerne möchte." Es wird gelacht und niemand weiß, ob er diese Aussage ernst meint.

Es entsteht eine neue Diskussion und es fallen immer weitere Argumente. Viele wurden christlich erzogen und deswegen war ihnen von Anfang an klar, dass sie sich konfirmieren lassen wollen. Außerdem lernt man im Konfirmandenunterricht viel über die Kirche, den Glauben und die Bibel. Ebenfalls lernt man viele neue und tolle Jugendlichen, die in der Nähe wohnen kennen. Es entstehen neue Freundschaften, die durch den Glauben verbindet.Irgendwie gehört die Konfirmation für jeden gläubigen Christen dazu.

Spaß bei der Konfirmanden-Freizeit

Die meisten Kirchen-Gemeinden organisieren auch eine Freizeit, die allen Konfirmanden Spaß bereitet und ihnen hilft sich mit kirchlichen Themen, noch besser auf die Konfirmation vorzubereiten. Die Konfirmation wird von vielen Familien auch als ein großes Fest angesehen.

Wenn man einen Konfirmand fragen würde, ob es sich lohne, sich konfirmieren zu lassen, würde er mit einem breiten Lächeln im Gesicht "Ja" antworten. Weil es ein tolles Gefühl ist konfirmiert zu werden, da man nun ein richtiges Gemeindemitglied sein kann, weil man seinen Glauben zu Gott bestärken könne und jeder sieht, dass man zu Gott gehöre. Es sei traurig, dass die eineinhalb Jahre Konfirmandenzeit bald vorbei sei, in der sie jeden Dienstag mit alten und neuen Freunden eine Stunde lang gebetet, gesungen, diskutiert, gelacht und über Gott geredet hatten.

von Anne-Kathrin Stengel und Jana Eileen Keller, Klasse 8b, Elisabethschule Marburg


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meistgelesene Schüler-Artikel

Schüler lesen die OP 2016







  • Sie befinden sich hier: Elisabethschule – Warum „Ja“ zur Konfirmation? – op-marburg.de