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Elisabethschule Marburg

Viel genutzt, wenig geschätzt

Verspätungen, verklemmte Türen, überfüllte Busse: Viele Schüler machen das täglich auf dem Weg zur Schule mit. Ein Blick in den Alltag der Schüler.
Schüler strömen zum Bus. Wer wird einen Sitzplatz ergattern, und wer muss die Fahrt nach Hause im Gang stehen? (Foto: Thorsten Richter)

Schüler strömen zum Bus. Wer wird einen Sitzplatz ergattern, und wer muss die Fahrt nach Hause im Gang stehen?

© Thorsten Richter

Marburg. 7.20 Uhr an der Bushaltestelle. Der Bus hat zehn Minuten Verspätung. Als er endlich kommt und alle einsteigen, bekommen nur noch wenige einen Sitzplatz, der Rest steht dicht gedrängt im Gang. Man hört die genervte Stimme des Busfahrers aus den Lautsprechern, der dazu auffordert, aus den Türen zu treten. Doch das ist praktisch unmöglich – der Bus ist voll. Welcher Schüler kennt diese allmorgendliche Qual nicht?

Viele Marburger Schüler sind auf Busse angewiesen. Es gibt zwar extra Schulbusse, doch auch diese sind meist überfüllt. Besonders die Busse, die durch die Innenstadt fahren, sind sehr voll, weil hier auch noch Zugfahrer am Hauptbahnhof zusteigen. Außerdem werden auch alte Busse für den Schul- und Berufsverkehr in Stoßzeiten eingesetzt.

So kann es zum Beispiel mal passieren, dass bei einem Bus eine Tür nicht richtig schließt, und weil alle Busse im Einsatz sind, dieser nicht sofort ausgetauscht werden kann. Doch an dieser Situation wird sich vorerst nichts ändern.

Fuhrpark wird 
kontinuierlich erneuert

Ein Großteil der 55 000 bis 60 000 pro Tag beförderten Fahrgäste nutzt die Busse zwischen 6.30 und 8.30 Uhr. In dieser Zeit werden über 70 Busse eingesetzt. „Den Rest des Tages benötigen wir selten unseren kompletten Fuhrpark“, sagte uns Christoph Rau, Geschäftsführer der Stadtwerke Consult. Es lohne sich nicht, nur für diese zwei Stunden am Tag neue Busse für 250 000 bis 500 000 Euro pro Stück zu erwerben. Dennoch wird der Fuhrpark der Stadtwerke kontinuierlich erneuert. Allein in diesem Jahr werden acht neue Fahrzeuge angeschafft. Unabhängig vom Alter wird jeder Bus halbjährlich in der Werkstatt kontrolliert. Natürlich kann es trotzdem zu technischen Schwierigkeiten kommen, von denen die Stadtwerke nicht immer direkt etwas mitbekommen. Dann wird darum gebeten, die Stadtwerke selbst oder die Schülerkontaktstelle zu informieren. Auch bei generellen Fragen oder Anmerkungen zum Busverkehr kann man sich dort melden.

Von Rau erfuhren wir auch, dass sich in den letzten drei Jahren einiges am Busverkehr weiterentwickelt hat. Am Bahnhof gibt es nun eine „Businsel“, an der alle Busse halten. Es wurden an fast allen wichtigen Bushaltestellen Digitalanzeigen eingerichtet, bis Ende Mai sollen alle in Betrieb sein. Außerdem werden die Stadtwerke eine App entwickeln, auf der man die aktuellen Busabfahrtszeiten jeder Bushaltestelle nachschauen kann.

Es gibt einen Anhängerbus für die Linie 7, der momentan als Einziger in Hessen im Innenstadtverkehr eingesetzt wird. Ab Mai soll es wieder einen Bus mit Fahrradanhänger auf die Lahnberge geben. Auch wenn es einem so vorkommt, als ob all das dem Zufall überlassen wäre: Die Stadtwerke tun, was sie können, wobei sie immer die Kosten beachten müssen. Zudem bekommen sie einige Probleme gar nicht direkt mit, da sich niemand bei ihnen meldet. So kann es leicht zu Missverständnissen kommen.

von Rahel Schmidt, Julia Lapp und Hannah Bahlmann, 
Klasse 8e, Elisabethschule


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