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Alfred-Wegener-Schule Kirchhain

Tierversuche in Deutschland

Entstellt. Misshandelt. Abgemagert. Auf engstem Raum zusammengepfercht. Diese Wörter beschreiben in etwa, was einem Tier bevorsteht, wenn es als Versuchsobjekt in einem der unzähligen Labore landet.
Oft müssen Mäuse für Tierversuche herhalten. Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Oft müssen Mäuse für Tierversuche herhalten.

© Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Kirchhain. Bevor ein Medikament, ein Kosmetikartikel, ein neues Futtermittel oder Chemikalien auf dem Markt verkauft werden dürfen, müssen sie zuerst auf verschiedenste Weisen ausgiebig getestet werden. Leider können die Laboranten diese Produkte nicht an Maschinen testen, sondern müssen dafür Lebewesen verwenden. Menschen kommen dafür nicht infrage, daher müssen jedes Jahr unzählige Tiere ihr Leben dafür geben.

Diese Tiere sind in der Regel Menschenaffen, Ratten, Mäuse, Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen und Hunde, insbesondere Beagle, da man diese in großen Rudeln problemlos auf engstem Raum halten kann. Durch diese nicht artgerechte Haltung der Tiere und mangelnde Pflege sind die Tiere meist sehr abgemagert, teilweise entstellt und weisen durch das barbarisch-enge Zusammenleben oft psychische Störungen auf.

Tiere erleiden bei Versuchen starke Schmerzen

Manche der Tiere sterben durch mangelnde Pflege, die meisten verkommen allerdings an den Folgen der Versuche von Medikamenten. Bei Medikamenten ist das Problem, dass viele Krankheiten bei Tieren nicht vorkommen oder auf eine andere Art und Weise auftreten. Deshalb müssen in den Laboren die Krankheiten stimuliert werden.

Um eine Schlaganfall vorzutäuschen, bekommen die Tiere Elektronen an ihren Kopf angeschlossen, durch die dann Stromschläge durch das Gehirn geleitet werden. Das führt zu einer Stimulation der Nerven. Dies bedeutet für die Tiere starke Schmerzen. Und: es verändert die Persönlichkeit.

Manche Tierversuche sind erlaubt

Leider sind manche Tierversuche momentan noch erlaubt und dürfen durchgeführt werden. Tiere können sich leider nicht gegen dieses barbarische Vorgehen wehren. Doch zum Glück gibt es noch Organisationen und Menschen, die etwas gegen die derzeitige Situation tun wollen.

Dazu gehört unter anderem die PETA, welche sich gegen Tierversuche einsetzt und Spenden sammelt. Seit 20 Jahren setzt sich PETA für die Rechte der Tiere in Deutschland ein. Wenn mehrere Menschen die Organisation unterstützen, hat PETA die Möglichkeit, Missstände vor Ort zu recherchieren und kann einen Blick auf die Dinge werfen, die niemand sehen soll.

Tierschutz geht jeden etwas an

PETA setzt sich gegen die Ausbeutung von Tieren in der Nahrungsindustrie ein, kämpft für ein Ende aller Tierversuche, dokumentiert das Grauen der Produktion von Kleidung aus Tieren und spricht über die Haltung von Tieren in Zoos, Zirkussen und der Unterhaltungsindustrie. Allein in den letzten Jahren konnte 4,5 Millionen Tieren das Leben gerettet werden.

Doch jeder kann etwas gegen den Horror tun. Ein einzelner Mensch kann vielleicht wenig gegen diese schrecklichen Vorgehen machen, aber aus diesem Grund gibt es verschiedene Kampagnen, die nicht die Augen verschließen und wegsehen und die Aufmerksamkeit bewusst auf solche Dinge lenken. Sie machen Politiker darauf aufmerksam, damit diese begreifen, dass solche Versuche unnötig und grausam sind.

Je mehr Menschen hinschauen, desto schneller können Tiere gerettet werden. Denn nur weil eine Maus kleiner ist als ein Mensch, ist sie längst nicht weniger wert. Helfen Sie Leben zu retten und dem Leid ein Ende zu bereiten. Sehen Sie nicht weg, denn jedes Lebewesen hat das Recht auf ein Leben ohne Schmerz und Angst.

von Luca Wendel, Julia Schäfer und Marie Eisenhaber, Klasse G9b, Alfred-Wegener-Schule Kirchhain


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