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Emil-von-Behring-Schule

Technik im Kinderzimmer – Fluch oder Segen

Heute finden wir in fast jedem Haushalt Computer oder Internet. Mit dieser Technik hat sich ein Wandel vollzogen, der auch in Kinder- und Klassenzimmern Einzug gefunden hat.
Ein fünfjähriger Junge spielt in seinem Kinderzimmer auf einem iPhone das Spiel "Wo ist mein Wasser" mit Krokodil Swampy. (Foto: Jens Kalaene)

Ein fünfjähriger Junge spielt in seinem Kinderzimmer auf einem iPhone das Spiel "Wo ist mein Wasser" mit Krokodil Swampy.

© Jens Kalaene

Marburg. Die Generation unserer Eltern wuchs noch mit einfachen Spielzeugen auf. Sie verbrachten ihre Zeit vor allem mit anderen Kindern im Freien. Spiele wurden gespielt, die mittlerweile schon fast in Vergessenheit geraten sind. Nach der Schule trafen sich die Kinder auf der Straße. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Im Sommer spielte man draußen: Hickelhäuschen, Verstecken, Ballspiele, Fangspiele oder Gummitwist. Gerne holte man auch das Fahrrad oder die Rollschuhe aus den Kellern. Man verbrachte auch gerne Zeit mit Schaukeln im eigenen Garten oder baute Baumhäuser im Wald oder saß spielend am Bach. Im Winter baute man Schneemänner oder man war bis abends spät mit dem Schlitten unterwegs. Diese Generation wusste noch, wie man sich beschäftigt.

Das richtige Spielzeug kann entscheidend sein, für die Entwicklung eines Kindes. Kinder können mit dem richtigen Spielzeug, viele interessante Dinge lernen und spielend die Welt entdecken. Dabei spielt die Technik in den vergangenen Jahren, immer mehr im Kinderzimmer eine Rolle. Früh lernen die Kinder den Umgang mit technischen Gerätschaften. Die alte Rassel wird jetzt durch leuchtende und Musik spielende Bälle ersetzt.

Der süße Knuddelhund ist einem laufendem Hund gewichen, der bellt und "Sitz" macht. Kaum können die Kinder laufen, wollen sie ihr eigenes Spielzeugtelefon, ein Feuerwehrauto mit Sirene oder eine sprechende Puppe. Für Kinder ist heute der Umgang mit Handy oder Computer nichts mehr Befremdliches. Schließlich sehen sie Mama oder Papa täglich im Umgang mit beidem. Es gibt auch schon für die Jüngeren kleine Notebooks und sogar Tablet PCs, mit denen man viele tolle Spiele spielen kann und eine Menge Sachen lernt.

Auch beim Umgang mit dem Computer ist Betreuung angesagt

Im Internet gibt es sehr viele kindgerechte Seiten und Angebote, auf denen man verständliche Informationen findet. Eltern sollten trotz allem ihre Kinder im Umgang mit dem Computer nicht alleine lassen. Sie sollten ihre Kinder dabei betreuen und wissen, auf welche Internetplattformen ihre Kinder gehen. Sie sollten sie über sichere Seiten aufklären und auch über Gefahren und Risiken im Umgang mit dem Internet. In Schulen ist der Einsatz von Computern und anderen technischen Sachen schon längst Alltag geworden. Durch die frühe Konfrontation in der Kindheit fällt den Kindern der Umgang damit dann in der Schule wesentlich leichter.

Leider gibt es auch viele negative Auswirkungen. Kinder sitzen stundenlang alleine am Computer und verlieren die soziale Kontakte außerhalb des Internets - sie vereinsamen. Den Umgang miteinander verlernt diese Generation gänzlich. Natürliche Hemmschwellen gibt es nicht mehr, weil man sein Gegenüber nicht sieht. Mobbing über soziale Netzwerke oder über WhatsApp am Handy gehören leider zum Schulalltag.

Mediziner schlagen Alarm, da diese Generation massive Haltungsschäden durch das stundenlange Sitzen am Computer aufweist. Auch wird sich nicht mehr bewegt, somit sind viele übergewichtig. Aber bei der ganzen Technik darf man natürlich nicht vergessen, dass man die „traditionellen“ Spielzeuge nicht vergessen sollte. Holzspielzeug und Bücher gehören genauso in ein modernes Kinderzimmer, wie Smartphone und Laptop. Eine gesunde Mischung ist hier gefragt.

von Julia Burk, Klasse 7b, Emil-von-Behring-Schule Marburg


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