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Elisabethschule

Psychologen helfen jugendlichen Flüchtlingen

Ein schwerer und langer Weg, müde Füße laufen über den heißen Sand der Wüste, keine Nahrung, kaum Wasser und ohne Familie: "So sieht der Weg vieler Flüchtlinge und Flüchtlingskinder aus", sagt Herr Klaus Ley ernst. Er arbeitet als Psychologe in der Vitos-Klinik in Marburg.

Klaus Ley, Psychologe in der Vitos-Klinik in Marburg, sprach mit unseren Schülerreportern über seine Arbeit mit Flüchtlingen.

© Jana Sabry und Katharina Becker

Marburg. Etwa 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Nordafrika und Algerien nahmen in 2015 diesen schweren Weg auf sich, um Terror, Krieg und dem Wehrdienst zu entgehen. Diejenigen, die so eine harte Reise nach Deutschland überleben, sind froh, in Sicherheit zu sein. Die dramatischen Erlebnisse belasten und traumatisieren sie. Nach der Reise haben die unbegleiteten Kinder und Jugendliche, die überwiegend in Wohngruppen leben, äußere und innere Verletzungen. Für solche Kinder und Jugendliche gibt es professionelle Behandlungen von Psychologen.

"Ich habe jede Nacht denselben Albtraum: Meine Eltern sterben im Krieg und ich stehe ganz alleine da", übersetzt ein Dolmetscher die Worte eines 14-jährigen Flüchtlings, der sich mit Tränen in den Augen an seine Eltern erinnert.

Angst sich zu öffnen

Viele Jugendliche haben Angst um ihre zurückgelassene Familie. Die Behandlungen der Psychologen helfen vielen von ihnen, doch ein paar reagieren auch sehr aggressiv gegenüber den Psychologen und wollen nicht offen über ihre Probleme reden. Häufig können oder dürfen die Flüchtlinge nicht über ihre Probleme reden, zumal sie illegal in Deutschland sind. Sie haben Angst etwas Falsches zu sagen, dann abgeschoben zu werden oder ihre Familie in Schwierigkeiten zu bringen.

Momentan kommen zehn bis 15 Jugendliche in die Vitos-Klinik zur ambulanten Behandlung. Ein Junge muss aufgrund seiner Aggressionen stationär untergebracht werden. Den anderen helfen Klaus Ley und seine Kolleginnen, sich ich in die Gesellschaft mit einer anderen Kultur und einer anderen Sprache zu integrieren.

"Ob dies schneller oder weniger schnell passieren wird, hängt nicht allein von den Jugendlichen selber ab, denn sie brauchen dabei die Unterstützung der Schule, der Jugendhilfe und manchmal auch der Klinik", sagt Ley aufgrund seiner langjährigen Erfahrung.

von Jana Sabry und Katharina Becker, Klasse 8f, Elisabethschule Marburg


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