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Gymnasium Philippinum Marburg

Ostern - das Fest der Traditionen

Ostern steht vor der Tür und ganz Deutschland kauft Schokohasen. Aber was macht das Osterfest wirklich zum einmaligen Ereignis und bleibenden Eindruck für die ganze Familie?
Traditionen, wie die Ostereier und Osterhasen gehören zum Osterfest dazu.

Traditionen, wie die Ostereier und Osterhasen gehören zum Osterfest dazu.

© Foto: Arno Burgi

Marburg. Eigentlich ist die Organisation des Osterfestes doch recht simpel: An Ostern feiert man die Wiederauferstehung Christi. So werden spätestens am Morgen des Ostersonntages fleißig Grußkarten verschickt, Eier versteckt und Pralinenschachteln, Kuchen und oben genannte Schokohasen in der Nachbarschaft herumgereicht.

Für Eltern eine zeitaufwändige und bei einigen fast schon lästige Angelegenheit, die manchmal, zwar meist mit dem Essen danach wieder wett gemacht wird, den ein oder anderen aber zur Weißglut bringt. In solchen Fällen finden eben diese Menschen die Ruhe und den Frieden, den das Osterfest eigentlich bringen sollte, meist nur schwer und sehnen in einigen Fällen heimlich sogar das Ende der großen Festlichkeiten herbei.

Besonders bei Großfamilien kann es während der Feier recht eng am Tisch und in der Spülmaschine werden, und wenn dann der Osterhase sich verspätet oder der neugeborene Neffe anfängt zu schreien, vergeht einem schon mal die Lust auf die Eiersuche. Kinder aber, die ja bekanntlich meist die größte Freude am Osterfest haben, fürchten nicht die organisatorischen Herausforderungen, die ihre Eltern zu bewältigen haben.

Kinder packen gern mit an

Vielmehr hoffen sie darauf, mit anpacken zu dürfen und mitzuhelfen – wobei das Aufräumen des eigenen Zimmers meist dann aber doch eine große Hürde darstellt. Denn für Kinder ist das Osterfest, neben Weihnachten und dem eigenen Geburtstag, ein großes Ereignis, das fast schon etwas Magisches an sich hat.

Nie würde ein Kind das Osterfest als „teuer“ oder „aufwändig“ bezeichnen. Aber weshalb ist das so? Wie und warum entsteht diese „magische“ Atmosphäre, auf die sich junge, aber auch etwas ältere Menschen freuen? Dies liegt, laut Aussagen von befragten Kindern, nicht etwa an den Geschenken oder an den anderen materiellen Dingen – obwohl Schokolade und gutes Essen schon eine wesentliche Rolle spielten.

Es liegt eher an den einfachen, von Erwachsenen manchmal auch übergangenen Bräuchen und Traditionen, die das Osterfest erst zu dem machen, was so viele Menschen feiern. Hier spielt die Herkunft oder die Konfession keine wichtige Rolle. Denn einige Traditionen sind sogar älter als das Christentum selbst.

Symbol kommt aus Ägypten

Das Ei etwa, das wohl allgemein als das stärkste Symbol für Ostern angesehen wird, war schon zur Zeit der alten Griechen und Ägypter ein Sinnbild der Fruchtbarkeit und des Lebens. Ähnlich auch beim Osterhasen. Ob versteckte Eier und Hase, oder Eierdisziplinen, wie Eierrollen: Tradition festigt und stärkt den Sinn des Osterfestes, nämlich die Vergangenheit neu zu erleben und Vergangenes wiederaufleben zu lassen.

Somit ist Ostern eine Zeit des Beisammenseins und des Friedens; eine Aufforderung, anderen Menschen Gutes zu tun und denen eine Freude zu machen, die einem am Herzen liegen – eine schöne Tradition.

von Mariam Jandieri, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum Marburg


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