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Carl-Strehl-Schule Marburg

Mit den Langlaufski rückwärts den Berg hinauf

Dieses Wintersportprojekt verfolgt das Ziel, die in der Regel für den ­Sehbehinderten feindliche Winter- und Schneewelt durch unterschiedlichste Aktivitäten positiv zu ­besetzen.
Tief graben sich die Loipenspuren in den Schnee – eine traumhafte Kulisse für alle Langläufer, ob geübt oder nicht. Foto: Klasse 9a

Tief graben sich die Loipenspuren in den Schnee – eine traumhafte Kulisse für alle Langläufer, ob geübt oder nicht.

© Klasse 9a

Marburg/Habischried. Im Winter gehen die gängigen Leitlinien verloren, der sonst wahrnehmbare Schall wird geschluckt, außerdem herrschen Glätte und Kälte. In der Skifreizeit stehen in der ersten Woche der Skilanglauf und in der zweiten Woche das Erlernen des Alpinen Skilaufs im Mittelpunkt. Neben einer speziellen Vermittlungsmethode ist eine 1:1-Betreuung notwendig, um dieses Projekt zu realisieren.

Unsere Schülerreporter beschreiben, wie sich das Skilaufen für sie angefühlt hat: Ein schleifendes Geräusch ertönt, als ich mit meinen Skiern auf dem frisch gefallenen Schnee wegrutsche. Sofort drücke ich meine Stöcke in den Schnee und erhebe mich wieder. Es ist der erste Tag auf Skiern im Bayerischen Wald. Alles ist noch neu und unbekannt. In der ersten Woche steht Skilanglauf auf dem Programm.

Zu Beginn mache ich mich mit den Skiern und dem Gebiet vertraut; ist am Anfang schon ein wenig seltsam. Erst laufe ich mit den Skiern und komme dann ins Gleiten. Da der Weg mich nicht immer nur bergab führt, habe ich gute Möglichkeiten, die Geschwindigkeit zu regulieren.

Skilehrer gibt Schülern Orientierung

Am zweiten Tag fahre ich das erste Mal in einer Loipe. Da fühle ich mich schon viel sicherer. Ich fahre den Berg hoch, drehe mich um und fahre den Berg wieder runter. Während des Fahrens stoße ich mich immer wieder mit den Stöcken ab, um mehr Geschwindigkeit zu erlangen. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Problematisch wird es nur, wenn die Strecke vereist ist. Dann finde ich mit den Skiern gar keinen Halt mehr.

Zum Glück ist das in der Zeit nur einmal vorgekommen. Da es immer länger dauert, auf dem Berg wieder oben in die Loipe zu finden, habe ich die Idee, den Berg einfach rückwärts hochzugehen. Diese Idee setze ich auch sofort in die Tat um. Es funktioniert echt gut. Am letzten Tag findet eine Langlauftour statt. Mein Skilehrer fährt neben mir, damit ich die Orientierung nicht verliere.

An einer Stelle bergauf ist es so glatt, dass ich fast ungewollt rückwärts den Berg hinabrutsche. Ich drücke meine Skier in den Schnee, um mich auf der glatten Oberfläche zu halten. Dann fahre ich weiter.

Nur die Schuhe könnten bequemer sein

Mit Alpin-Ski habe ich am Anfang so meine Schwierigkeiten. Da liegt der Schwerpunkt auf der Abfahrt. Man gewinnt die Kontrolle, indem man so viele Kurven fährt wie möglich. Nachdem ich nach meinen ersten Kurven regelmäßig im Schnee gelandet bin, geht es langsam besser.

Die Kurven werden schärfer, und die Geschwindigkeit steigt. Auch das ist ein unglaubliches Gefühl. Nur die Schuhe könnten bequemer sein. Für den Fall, dass jemand zu weite Kurven macht, gibt es einen Fangzaun.
Ich habe während der Freizeit zum Glück nicht die Gelegenheit, seine Standfestigkeit zu überprüfen. Am Schluss kann ich nur sagen, Skifahren ist eine unglaubliche Erfahrung.

von Jalea Warnken und Nico Sattler, Klasse 9a, Carl-Strehl-Schule Marburg


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