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Elisabethschule Marburg

Meine Meinung - "Ich würde vollkommen überfordert sein"

In jeder Zeitung und auch in den Fernsehnachrichten wird täglich über die Flüchtlingskrise berichtet. Mehrere tausende Flüchtlinge fliehen aus verschiedenen Gründen nach Deutschland, was manche gut, manche aber auch schlecht finden. 

Marburg. Sie fliehen wegen Kriegen, Verfolgung oder einfach, weil es in deren Heimatland keine Chancen auf eine schöne Zukunft gibt. Schlepper sind ihre letzte Hoffnung, was diese missbrauchen und einen illegalen Handel daraus machen, indem sie die Flüchtlinge für sehr viel Geld auf ein Schlauchboot stellen und sie dann ihrem Schicksal überlassen. Nicht oft haben sie Glück und meistens endet es in einer Katastrophe, bei der mehrere Menschen ertrinken.

Ich finde gut, dass sie Hilfe bekommen, weil sie die brauchen und wir ihnen helfen können. Außerdem glaube ich, dass alle wissen, wie es sich anfühlt einfach mal Hilfe zu brauchen, vor allem weil die Flüchtlinge nicht schuld an den Kriegen sind wegen denen sie aus ihrer Heimat fliehen.

Man kann nicht allen helfen

Am schlimmsten fände ich es zu wissen, dass mir jemand helfen kann, sich aber entweder darüber empört, dass ich nach Hilfe frage oder mir nicht geholfen werden kann, weil zu vielen geholfen werden muss. Denn es sind so viele, die Hilfe brauchen, dass man völlig überschwemmt wird, sodass man einfach nicht allen helfen kann.

Die Bilder, die man in den Zeitungen sieht, wie mehrere Menschen eng zusammengepresst auf den viel zu kleinen Booten stehen und auf eine bessere Zukunft hoffen, sind schockierend. Ich kann und will mir nicht vorstellen, wie schlimm es dort sein muss, dass man aus der Heimat flüchtet, wo man doch groß geworden ist und wo die Menschen sind, die man liebt, die man zurücklassen muss, weil die meisten Familien nicht genug Geld haben, um die Schlepper zu bezahlen, mit ihren extrem teuren Preisen, die sie verlangen, damit sie dich illegal in die EU schmuggeln.

Oft sind es Jugendliche, die fliehen müssen. Ich selbst bin 13 Jahre alt und wenn ich mir vorstelle, ich müsse meine Familie in einer Gegend lassen, wo es so schlimm ist, dass sie ihr letztes Geld zusammenkratzen, nur um mich in Sicherheit zu wissen, dass ist grausam. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich mich verhalten würde, aber eines ist klar: Ich würde vollkommen überfordert sein.

von Xenia Labert, Klasse 8b, Elisabethschule


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