Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Alfred-Wegener-Schule Kirchhain

Medienkonsum bei Kindern - Chance oder Gefahr?

Ein Dreijähriger malt auf dem iPad, ein Grundschüler zückt sein Smartphone. Spielerisch lernen schon die Kleinsten den Umgang mit neuester Technik. Ab welchem Alter sollten Kinder und Jugendliche aber welche Medien benutzen dürfen? Ist zu früher und zu viel Medienkonsum gefährlich? Diesen Fragen gehen die Schülerreporter Laura Waibler, Marie Dawedeit und Dörte Brandau in ihrem Artikel nach.
Zwei kleine Mädchen spielen auf einem Tablet. Foto: Helene Souza / pixelio.de

Zwei kleine Mädchen spielen auf einem Tablet.

© Helene Souza / pixelio.de

Kirchhain. Immer mehr Eltern sorgen sich um ihre Kinder, da Medien immer größeren Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben. Neben Fernsehen sind Internet und mobile Geräte kaum noch aus dem Leben wegzudenken und drängen immer mehr in die Kinderwelt hinein.

Ist das Internet gefährlich und wie kann man Kinder vor den Risiken schützen? Eltern sollten ihre Kinder auf alle Fälle und von Anfang an beim Medienkonsum begleiten, sagen sowohl Suchtexperten wie auch Pädagogen. Grundsätzlich sollte man Kinder nicht ganz von Medien sowie Internet, Tablets, PC oder Fernsehen fern halten.

Fast jedes Kind kennt Facebook und Co.

Laut einer Studie steht in fast jedem deutschen Haushalt mit Kindern zwischen 3 und 13 Jahren ein Fernsehgerät, Computer und Internetanschluss sind in neun von zehn Haushalten vorhanden. Viele Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren verfügen über eigene Geräte wie MP3-Player/iPod (36 Prozent), Spielekonsole (53 Prozent) oder Handy/Smartphone (31 Prozent).

Selbst Kinder, welche noch nicht einmal lesen oder schreiben können, wissen, wie man YouTube öffnet. 95 Prozent der Achtjährigen kennen Facebook und WhatsApp. 20 Prozent nutzen den Messenger sogar aktiv, obwohl er erst ab 13 Jahren erlaubt ist. Jüngere dürfen nur mit dem Einverständnis der Eltern chatten.

Ein Viertel der Kinder ab sechs Jahren ist im Besitz eines internetzugänglichen Handys. Vermeintliche Gratis-Angebote, tolle Preise, Spiele, Klingeltöne, Videos und Musik zum angeblich kostenlosen Download locken auf raffiniert aufgezogenen Seiten. Die größten Gefahren für Kinder lauern auf nicht-altersgerechte Seiten, Kontakt zu unerwünschten Personen und Mobbing. Die Mehrheit der Eltern von Kindern unter zwölf Jahren verbietet den Internetzugang.

Weite Welt des Internets hat viele Vor- und Nachteile

Experten warnen allerdings vor dem totalen Internetverbot, denn: „Kinder müssen lernen, gut und souverän mit Medien umzugehen“, betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Vorstellung der aktuellen Studie. Ein sinnvoller und altersgemäßer, richtig dosierter Medienkonsum ist der beste Schutz.

Cyber-Mobbing ist ein großes Thema im Internet bei Kinder und Jugendlichen. Wenn ein Kind Opfer von Cyber-Mobbing ist oder selbst Mobber ist, gibt es einige Seiten im Internet, die Betroffenen helfen könnten wie www.abi.unicum.de/schule-z/mobbing/cybermobbing-erste-hilfe.

Durch das Internet haben die Kinder eine große Informationsquelle, was nur einer der Vorteile ist. Sie lernen die Verantwortung, selbstständig mit den Geräten umzugehen. Im Kindesalter können auch bestimmte Spiele und Serien einen Lernfaktor haben, wie die Steigerung des räumlichen Sehens. Zudem haben die Medien vielseitige Unterhaltungsmöglichkeiten, so ist für jeden etwas dabei.

Beeinflussung der Kinder kann Konsequenzen haben

Auf der anderen Seite kann der zu hohe Medienkonsum dramatische Folgen haben. Kinder können aggressives Verhalten aufweisen oder eine Essstörung bilden, da sie einer unrealistischen Vorstellung nacheifern. Eine andere Gefahr ist das Übergewicht, wenn die Kinder sich zu wenig bewegen, oder sie leiden an Schlafstörungen, wenn sie bis spät in die Nacht fernsehen oder Computerspiele spielen.

Erziehungsratgeber empfehlen daher, die Altersfreigaben bei Filme und Spiele zu beachten. Wichtig ist auch, dass die Eltern Regeln und feste Zeiten vorgeben oder eine klare Absprache mit den Kindern treffen. Hinzu kommt noch,  dass sie Interesse an Spielen zeigen sollen, sie sich erklären lassen und - zumindest ab und an - zusammen mit den Kindern spielen.

von Laura Waibler, Marie Dawedeit und Dörte Brandau, Klasse G9b, Alfred-Wegener-Schule Kirchhain


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meistgelesene Schüler-Artikel

Schüler lesen die OP 2016







  • Sie befinden sich hier: Alfred-Wegener-Schule Kirchhain – Medienkonsum bei Kindern - Chance oder Gefahr? – op-marburg.de