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Alfred-Wegener-Schule Kirchhain

Klimawandel zerstört Träume der Wintersportler

Seit 1880 merkt man den Klimawandel durch steigende Temperaturen, Hochwasser und anhand der grünen Skigebiete im Winter. ­Viele deutsche Skigebiete fürchten um ihre wirtschaftliche Grundlage.
Weiße Pisten, laufende Lifte und wedelnde Skifahrer: dieses Bild könnte bald der Vergangenheit angehören, wenn die Klimaerwärmung den Schneefall verhindert.

Weiße Pisten, laufende Lifte und wedelnde Skifahrer: dieses Bild könnte bald der Vergangenheit angehören, wenn die Klimaerwärmung den Schneefall verhindert.

© Erich Westendarp / pixelio.de

Lenggries. Die weiße Winterlandschaft mit Wintersportlern, die den beschneiten Berg in tiefsten Temperaturen herunterfahren, wird es zukünftig kaum noch geben. In 61 Prozent der deutschen Wintersportgebiete und 70 Prozent der österreichischen wird es wegen der um zwei Grad steigenden Erwärmung des Klimas in den kommenden Jahren keinen Schnee mehr geben.

Schneefallgrenze gestiegen

Obwohl man zurzeit noch mit kostenaufwändigem Kunstschnee auskommt, wird das demnächst nur noch in 30 Prozent der Skigebiete wegen der zu hohen Temperaturen funktionieren. Der Temperaturanstieg hat sich so ausgeprägt, dass die Schneefallgrenze erschreckend um 300 Meter angestiegen ist, sodass die Anzahl der Tage mit einer Mindestschneehöhe von 30 Zentimetern für das Skifahren stark gesunken ist. Deshalb werden Skifahrer langfristig nur noch zwei schneesichere Gebiete vorfinden: in Garmisch-Partenkirchen und in Oberstdorf, wo dennoch eine Abnahme von Schneetagen um deutlich mehr als die Hälfte möglich ist.

Arbeitsplätze verschwinden

Nicht nur den Skifahrern droht ein großer Verlust, sondern viele Leute werden wegen des Klimawandels ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen können, da der Wintertourismus eine große Einnahmequelle für viele Berghütten-, Wintersport-, Skilift-, Wintersportbekleidungs- und Skischulenbetreiber sowie für Mini-Jobber ist.

Viele große Wintersportgeschäfte in Deutschland verlieren viele ihrer Kunden, die ihre Ski bei ihnen einstellen und wachsen lassen. Viele Wintersportler haben keine Lust, bis in die Schweiz zum Skifahren zu fahren, um eine schneesichere Piste vorzufinden.

Außerdem berichtet ein Skischullehrer aus Lenggries: „In den letzten Wintersaisons konnten wir nur wenige Skikurse anbieten und wenn, dann nur auf österreichischen Pisten, weil es in Bayern einfach nicht genug schneite, um die Pisten präparieren zu können, und es einfach zu warm war, sodass der Schnee überhaupt nicht liegen bleiben konnte.“

In die neuen Skigebiete ­wurde in den letzten Jahren sehr viel Geld und Zeit investiert, damit neue Pisten und Lifte entstehen, was wegen des Klima­wandels den meisten Wintersportanlagen nichts nützen wird, da es im Winter kaum noch ­schneien wird und die Lufttemperatur am Boden zu warm ist, um ­künstlichen Schnee mit Schneekanonen herzustellen.

von Anne Weber und Friederike Muhm, Klasse G9b, Alfred-Wegener-Schule Kirchhain


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