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Elisabethschule

Jugendweihe als Alternative zur Konfirmation

Kassel bietet eine Alternative für Jugendliche, die sich nicht konfirmieren lassen möchten.

Kassel. Ute Töpfer bietet in Kassel ehrenamtlich ein Fest zur Aufnahme ins Erwachsensein an: die Jugendweihe. Seit elf Jahren nehmen jedes Jahr im Frühling Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren an den Festlichkeiten teil und von Jahr zu Jahr nimmt die Anzahl der Teilnehmer zu.

Dafür ist eine Teilnehmergebühr nötig. Dieses Jahr soll die Abschlussfeier am 4. Juni stattfinden. Man wird ein Jahr darauf vorbereitet und kann freiwillig an einzelnen Veranstaltungen teilnehmen.

Es wird den Jugendlichen ein Anti-Mobbing-Kurs angeboten, bei dem man lernt, warum manche Menschen gemobbt werden, weshalb es Mobber immer wieder gibt und was man dagegen tun kann, das jemand gemobbt wird. Außerdem gibt es noch verschiedene Kurse und Freizeiten, wie einen Besuch des KZ Buchenwald, ein Skiwochenende oder auch einen Knigge-Kurs zum Thema Essen.

Die ursprüngliche Idee zur Jugendweihe hatte ein Demokrat und Pfarrer namens Eduard Baltzer im 18. Jahrhundert während der industriellen Revolution. Dieser gründete im Jahre 1847 die Freie Protestantische Gemeinde Nordhausen. Sein Bruch mit der Amtskirche führte dazu, dass er 1852 anstatt der Konfirmation eine außerkirchliche Feier für junge Menschen veranstalten wollte. Seither gibt es in verschiedenen Teilen Deutschlands die Jugendweihe und sie wird für jeden, der sich nicht konfirmieren lassen möchte, als Alternative angeboten.

von Linus Bialozyt, Elisabethschule Marburg


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