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Illegaler Handel mit billigen Rassehunden

Alfred-Wegener-Schule Kirchhain Illegaler Handel mit billigen Rassehunden

Immer mehr Menschen wollen möglichst schnell, möglichst billige Rassehunde. Doch die meisten haben keine Ahnung, unter welchen Bedingungen ihre süßen Vierbeiner gehalten  werden.

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Diese Hundwelpen haben es gut - im Gegesatz zu vielen gezüchteten Welpen.

Quelle: Uschi Dreiucker / pixelio.de

Nürnberg. Verzweifelt versuchen die Mitarbeiter des Tierheims Nürnberg die vielen schwer kranken Hundewelpen am Leben zu halten. Die Polizei stoppte vor einigen Tagen einen Transporter mit 57 Welpen aus 16 verschiedene Rassen. Sie sollten exportiert werden, alle Welpen waren nicht mal zehn Wochen alt. Der Export von Hunden ist jedoch frühstens ab 15 Wochen rechtlich gestattet.

Die Hundewelpen aus diesem Transporter stammen alle aus tschechischen "Privatzuchten" und sollten für 200 bis 300 Euro in westlichen Ländern verkauft werden. Zum Vergleich: Ein gesunder Welpe aus einer artgerechten Zucht kostet mindestens 800 Euro. Die Hunde aus einer solch unverantwortlichen Zucht werden unter katastrophalen Bedingungen "aufgezogen". Die Muttertiere müssen ständig neue Welpen produzieren, auf Hygiene wird nicht geachtet, die Welpen leben in ihrem Kot. Die Folgen sind verheerend für die Käufer.

Haltungsbedingungen in den "Zuchten" sind katastrophal

Die Hunde werden krank, die meisten sterben bereits nach wenigen Wochen. Tierschutzorganisationen wie beispielsweise der deutsche Tierschutzbund versuchen mit allen Mitteln den illegalen Welpenhandel zu stoppen. Doch vielerorts greift die Polizei nicht ein, schaut weg. "Ich bin kein Verbrecher, nur ein Händler. Wir alle müssen unser Geld verdienen", sagt ein Mann aus Polen in einem Interview mit "YouZoo".  

Illegaler Welpenhandel wird überwiegend in Polen und Tschechien betrieben, wo die kleinen, süßen Rassehunde an mitfühlende Touristen oder Eltern von quengelnden Kindern für 20 bis 100 Euro verkauft werden. Doch auch in der Schweiz und in Belgien wird der Handel mit kranken Tieren betrieben. Die Tendenz ist steigend.

von Caroline Muhm, Luisa Schmitt und Anke Parusel, Klasse G9a, Alfred-Wegener-Schule Kirchhain

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