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Flüchtling sein: Keine einfache Sache

Schüler lesen die OP Flüchtling sein: Keine einfache Sache

Der 23 Jahre alte Syrer Fahdi berichtet den Schülerreportern Marlene Witt und Timea Bartsch von seiner Flucht gemeinsam mit seinem Bruder und ihren aktuellen Lebensumständen.

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Flüchtlinge kommen in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen an und tragen ihr Gepäck zur Unterkunft.

Quelle: Boris Roessler/dpa

Michelbach. In einem Mehrfamilienhaus im alten Dorf von Michelbach lebt Fahdi mit seinem Bruder und einer anderen Flüchtlingsfamilie, insgesamt vier Erwachsene und ein Kind, sowie auch den deutschen Vermietern. Der Kontakt zu Fahdi wurde über den CVJM Michelbach hergestellt. 18 Tage dauerte die beschwerliche Reise des Flüchtlings Fahdi von Syrien nach Deutschland.

Sechs Länder musste er zusammen mit seinem Bruder und seinen Freunden durchqueren, bevor er in Deutschland ankam: den Libanon, die Türkei, Mazedonien, Serbien, Kroatien und die Schweiz. Die Reise beschreibt er als sehr hart, denn unterwegs sterben viele Menschen, gerade bei der Überfahrt mit kleinen Booten.

 „Für uns ist das Ganze auch eine neue Situation. In unserem Heimatland Syrien ging es uns gut. Wir hatten schöne Häuser und ein gutes Leben. Aber der Krieg war nicht der einzige Grund, warum wir hergekommen sind. Wir wollten hier studieren und einen guten Job finden.“ Die beiden Brüder wollen sich hier integrieren und fangen schon an, neue Freunde zu finden.

Auf die Frage, ob sie hier in Marburg bleiben möchten, sagten sie: „Marburg ist eine tolle Stadt. Dennoch müssen wir schauen, wo wir einen guten Job finden und studieren können, wie sich alles entwickelt und wo wir unser „richtiges Leben“ finden können.“

von Marlene Witt und Timea Bartsch

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