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Elisabethschule

Eine Schule

Die Anna-Freud-Schule ist eine Schule für Patienten der Vitos-Klinik Lahnhöhe. In dieser Psychiatrie werden Kinder und Jugendliche von etwa vier bis 18 Jahren behandelt. Den Namen Anna Freud hat sie nach der Tochter von Sigmund Freud. Sie war ausgebildete Lehrerin und hat später als Psychologin mit Kindern gearbeitet. 
Die Anna-Freud-Schule gibt es seit 1976. Seitdem hilft sie den Jugendlichen bei ihren Problemen. (Foto: Alicia Kosina)

Die Anna-Freud-Schule gibt es seit 1976. Seitdem hilft sie den Jugendlichen bei ihren Problemen.

© Alicia Kosina

Marburg. Auf dem deutschen Bildungsserver im Internet wird beschrieben, dass ungefähr 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Schulalter mit verschiedenen chronischen Krankheiten leben. Schule für Kranke gibt es deshalb für Kinder, die länger als sechs Wochen in einem Krankenhaus oder einer ähnlichen Einrichtung bleiben müssen.

Jeder der Schüler in der Anna-Freud-Schule hat eigene Probleme. Behandelt werden dort Kinder, die etwa eine Essstörung haben, depressiv sind oder Ängste haben. Manche der Erkrankungen haben auch mit der Schule zu tun. Sie haben dort Streit mit anderen, können sich nicht gut konzentrieren, oder wurden in der Klasse gemobbt, haben deshalb Angst bekommen und sind nicht mehr zur Schule gegangen. Die Anna-Freud-Schule besuchen die Schüler für einen begrenzten Zeitraum, im Durchschnitt etwa 70 Tage lang.

"Hausaufgaben und Zeugnisse wie an jeder anderen Schule"

Etwa sechs bis acht Schüler werden in einer Klasse unterrichtet, manchmal ist auch Einzelunterricht möglich. So können die Kinder besser unterstützt und gefördert werden. "Es gibt hier 74 Schüler in elf Klassen. In der Tagesklinik in Alsfeld, die auch zur Klinik Lahnhöhe gehört, sind zwölf Schüler in zwei Klassen. Manche der Schüler haben sechs Stunden Unterricht. Es gibt einen extra Fachraum für Chemie, Physik und Biologie. Die Sporthalle, die die Schüler benutzen können, gehört zur Klinik, sie wird aber von der Schule für Sportangebote genutzt. Als Fremdsprachen werden Englisch, Französisch und Latein unterrichtet. Hausaufgaben, Arbeiten und Zeugnisse gibt es wie an jeder anderen Schule", erklärt der Schulleiter, Stephan Wendel.

Manchmal werden auch Kinder in die Grundschule eingeschult, im Anschluss gibt es dann eine kleine Feier. Schöner wäre eine Einschulung in der Heimatschule, dies ist aber nicht immer möglich. In der Anna-Freud-Schule kann man den Haupt- und Realschulabschluss erhalten, das Abitur kann man dort nicht machen. Einige der Schüler werden auch extern beschult, das bedeutet, dass sie dann für einen begrenzten Zeitraum eine der Marburger Schulen besuchen, bevor sie, nach der Entlassung aus der Klinik, wieder dauerhaft in ihre Stammschulen gehen.

Enge Zusammenarbeit mit der Heimatschule

Damit die Schüler nach dem Aufenthalt in der Klinik zurück in ihre ursprünglichen Klassen gehen können, arbeitet die Anna-Freud-Schule eng mit den Heimatschulen zusammen und bekommt auch Arbeitspläne für die Schüler. Die Kinder können nun das Lernen wieder lernen. Es müssen dann nur manche der Schüler das Schuljahr wiederholen. Auch ein täglicher Austausch mit den Mitarbeitern der Klinik findet statt, um über die aktuellen Probleme der Kinder informiert zu sein.

Es gibt insgesamt 20 Lehrer in der Anna-Freud-Schule. Zehn von ihnen unterrichten auch an anderen Schulen in Marburg und kommen nur für manche Unterrichtsstunden an die Kliniksschule, die zehn anderen Lehrer sind ausschließlich an der Anna-Freud-Schule. Bevorzugt werden Lehrer eingestellt, die zusätzlich zum Lehramtsstudium speziell ausgebildet für diesen Bereich sind.

von Alicia Kosina, Klasse 8c, Elisabethschule Marburg


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