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Elisabethschule

Hilfe, ich brauche eine Wohnung

Eine Universitätsstadt mit vielen Studierenden, doch die Unterkünfte fehlen. Die Wohnungsnot treibt die Mietpreise immer weiter in die Höhe. Doch wer kann das noch bezahlen?
Baustelle eines Studentenwohnheims in Marburg. (Foto: Lina Safari)

Baustelle eines Studentenwohnheims in Marburg.

© Lina Safari

Marburg. Monate vergehen und nichts wird unternommen. Täglich gibt es die gleichen Klagen. Die Anzahl der Wohnungen in der Innenstadt sei nicht ausreichend, die Mieten zu teuer und die Renovierung der Wohnheime nicht in Sicht. "Wir brauchen keine Luxus- und Symbolbauten von Unternehmern, sondern bezahlbare und gut ausgestattete Wohnräume", so ein Sprecher des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA).

"Zum Glück habe ich mich schon lange vor dem Semesterstart auf die Warteliste setzen lassen, sonst hätte ich bestimmt noch länger als drei Monate warten müssen", berichtet eine Marburger Chemiestudentin. Laut Angabe des Studentenwerkes liegt die Wartezeit auf einen Wohnheimplatz bei circa zwei bis sechs Monaten.

Doch auch Geringverdiener und Flüchtlinge haben mit der Wohnungsnot zu kämpfen. Immer weniger Menschen in Marburg können sich eine Wohnung im Stadtzentrum noch leisten. Das Wohnen außerhalb wäre zwar günstiger, es würden aber zusätzliche Kosten für Verkehrsmittel anfallen. Diesen Nachteil könnte nur ein unentgeltlicher Personennahverkehr ausgleichen.

Durch die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur wäre schon ein erster hilfreicher Schritt getan, da viele Studierende auch mit dem Fahrrad unterwegs zur Uni sind. Der Wohnungsmangel ist seit langem ein heiß diskutiertes und aktuelles Thema.

Auch die Kandidaten der Kommunalwahlen am ersten März-Wochenende hatten die schwierige Lage auf dem Mietwohnungsmarkt in ihrem Wahlkampf aufgegriffen. Sie haben viele Vorschläge und Ideen zu diesem Problem vorgetragen. Um den Mangel zu beenden, fordert unter anderem der AStA den Bau von rund 600 neuen Sozialwohnungen in zentraler Lage. Ob dies auch wirklich durchgesetzt wird, ist fraglich.

von Lina Korff und Lina Safari, Klasse 8f, Elisabethschule Marburg


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