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Elisabethschule

Die Geschichte des Zauberwürfels

Wer kennt ihn nicht den Zauberwürfel, der schon so viele Leute zur Verzweifelung gebracht hat?
Der Zauberwürfel wurde 1974 vom Ungarn Ernö Rubik erfunden. (Foto: Patrick Pleul)

Der Zauberwürfel wurde 1974 vom Ungarn Ernö Rubik erfunden.

© Patrick Pleul

Marburg. Der Würfel wurde 1974 vom Ungar Erno Rubik aus Budapest erfunden. Der Würfel war ursprünglich dafür gedacht, dass Rubiks Studenten ihr räumliches Denken schulen konnten. Erno Rubik war stolz auf seine Erfindung und so zeigte er sie seinen Freuden, die sehr begeistert auf den Würfel reagierten.

Da seine Studenten und Freunde den Würfel so faszinierend fanden, beschloss er den Würfel zu vermarkten. 1977 landeten die ersten "Rubiks Cube" in den Regalen der ungarischen Spielzeugläden. Der Zauberwürfel war zunächst nur in Ungarn zu haben und so brachte Dr. Laczi Tibur den Würfel aus Ungarn mit auf die Nürnberger Spielzeugmesse. Er hoffte dort einen interessierten Spielzeughersteller zu finden, der den Würfel zusammen mit ihm auf den internationalen Markt bringen würde.

Würfel nur als Puzzle für Akademiker

Er traf Tom Kremer, einen angesehenen Spielzeug- und Spieleentwickler, dessen Firma in der Spielzeugindustrie hoch im Kurs stand. Kremer sah sofort das Potenzial des Würfels und beschloss den Würfel zu vermarkten, woraufhin er auf Weltreise ging, um auf den Würfel aufmerksam zu machen. Die internationalen Firmen teilten seine Begeisterung für den Würfel jedoch nicht. Seine Herstellung war zu teuer und sie sahen es eher als Puzzle für Akademiker und nicht als Produkt für den Massenmarkt.

Davon ließ sich Tom Kremer aber nicht abschrecken. Mit seinem Marketingplan setzte er seine Suche nach einem Partner fort. Ihm gelang es den Vizepräsidenten der Marketing-Abteilung der "Ideal Toy Corporation" zu überreden, mit nach Ungarn zu kommen, um den Würfel in Aktion zu sehen. Nach einer fünftägigen Verhandlung wurde eine Bestellung über eine Million Würfel unterzeichnet - dies war im September 1979. Erno Rubik stellte den Würfel 1980 auf Spielzeugmessen in der ganzen Welt offiziell vor. Daraufhin wurde eine Welle von Bestellungen ausgelöst, doch es wurde schnell klar, dass die bestellten Exemplare niemals für diese ganzen Bestellungen reichen würden.

Weltweiter Siegeszug

Bis 1981 waren etwa 100 Millionen Würfel verkauft. Diese waren jedoch nicht alle original, sondern teilweise auch billige Kopien aus China und Korea. 1983 war dann ein Sättigungsgrad erreicht und der Markt für Würfel brach zusammen. Zwei Jahre später wurde der Würfel von der Spielzeugindustrie vollends aufgegeben und verschwand aus den Regalen der Spielzeugläden. Im selben Jahr kaufte Tom Kremer alle Rechte an "Rubiks Cube" und brachte die Würfel 1991 in einigen ausgewählten Spielzeugläden ein und es zeigten sich Erfolge.

Bis 2014 wurde der Zauberwürfel, laut "Stern" weltweit über 350 Millionen Mal verkauft. Heutzutage nutzen den Würfel vor allem "Speedcuber", die den Würfel in möglichst wenig Zeit lösen. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 4,90 Sekunden, aufgestellt vom Amerikaner Lucas Etter. Für seinen Erfinder Erno Rubik ist der Würfel immer noch, wie er im Interview mit der "Zeit" im Dezember 2015 sagte, ein Kunstwerk und sehr viel mehr als eine Spielerei. Er ist sich sicher, dass der Zauberwürfel ewig leben wird.

von Martin May, Klasse 8a, Elisabethschule Marburg


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