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Gymnasium Philippinum

Virus bringt Tod über Afrika

Durch Ebola starben bereits 9100 Menschen. Für Infizierte endet die Krankheit in 50 bis 90 Prozent der Fälle tödlich.
So sieht das Ebola-Virus aus. Der Erreger befällt das menschliche Immunsystem und löst so die tödliche und ansteckende Krankheit aus.

So sieht das Ebola-Virus aus. Der Erreger befällt das menschliche Immunsystem und löst so die tödliche und ansteckende Krankheit aus.

© dpa

Marburg. Ebola ist eine Infektionskrankheit, die durch Ebola-Viren ausgelöst wird. Die Zeit zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen beträgt mindestens 2 und maximal 21 Tage, in denen die Infizierten jedoch nicht ansteckend sind.Die ersten Anzeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Halsschmerzen.

Zuerst befällt der Erreger das Immunsystem. Leber und Nieren werden ebenso beschädigt wie auch die Blutgefäße. Darauf folgen Übelkeit, Erbrechen und starker Durchfall. Oft bekommen die Patienten auch Hautausschlag. Durch den Befall der Leber geht die Blutgerinnung zurück, es werden rote Blutkörperchen geschädigt und Wassereinlagerungen im Gewebe werden ermöglicht.

Eine der häufigsten Todesursachen ist die Schädigung der Nebenniere, in deren Folge der Blutdruck bedrohlich sinkt, das Gehirn dadurch unterversorgt wird und totales Organversagen nach sich zieht.

Verbreitet in Westafrika

Besonders verbreitet ist Ebola in den westafrikanischen Staaten Sierra Leone, Guinea und Liberia. Benannt wurde die Krankheit nach dem Fluss Ebola, an dessen Ufern es 1976 zum ersten Mal zum Ausbruch kam. Lange Zeit wurde Ebola nicht wahrgenommen, brach jedoch im März 2014 in unkontrollierbarer Größe aus.

Übertragen wird das Ebola-Virus von Mensch zu Mensch, wie auch vom Tier zum Menschen. Unter Menschen wird die Krankheit jedoch nur durch direkten Kontakt mit Schleimhäuten beziehungsweise blutenden Wunden oder durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen übertragen. Von Tier zu Mensch erfolgt eine Infizierung nur durch den Verzehr angesteckter Tiere.

Vor allem bei Menschen, die Flughunde verzehrt haben, wurde die Krankheit nachgewiesen. Diese Tiere können den todbringenden Virus in sich tragen, ohne selbst daran zu erkranken.Besonders ansteckend sind vor allem aber auch die Leichen der Menschen, die an der Krankheit verstorben sind.

Noch keine Impfungen

Schützen können sich Personen in den betroffenen Regionen am besten durch ordentliche Schutzkleidung, das heißt mit Handschuhen und Gesichtsschutz. Eine entsprechende Impfung gibt es noch nicht. Nach einem Gegenmittel zur Behandlung wird zurzeit ebenfalls noch mit Hochdruck geforscht.

Viele Helfer aus verschiedenen Ländern helfen in den betroffenen Regionen, mit der Krankheit umzugehen und die Menschen über Gefahren der Ansteckung zu informieren. Die Erkrankungen zentralisieren sich hauptsächlich in Afrika. Europa ist bis auf einige Ausnahmen von der Krankheit verschont geblieben.

von Katharina Pitz, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum, Marburg

[Peter Gassner]

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