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Pharmaserv

Viel Freiraum für eigene Ideen

Was sollte man bei seiner Bewerbung beachten? Wie sticht man unter zahlreichen Bewerbern heraus? Zehn Fragen an Tobias Henkel, stellvertretender Personalleiter und Ausbildungsleiter bei Pharmaserv.
Tobias Henkel, Ausbildungsleiter bei Pharmserv: Jede Bewerbung geht über seinen Tisch.

Tobias Henkel, Ausbildungsleiter bei Pharmserv: Jede Bewerbung geht über seinen Tisch.

© Lisa-Martina Klein

Marburg. Pharmaserv betreibt mit 400 Mitarbeitern den Industriepark Behringwerke, an dem über 5000 Menschen in pharmazeutisch orientierten Unternehmen arbeiten. Das Unternehmen investiert stark in die Ausbildung junger Fachkräfte. Pharmaserv bildet in zwölf, hauptsächlich technischen aber auch kaufmännischen und IT-Ausbildungsberufen aus.

OP: Was macht Pharmaserv zu einem guten Ausbildungsbetrieb?

Tobias Henkel: Wir bieten eine anspruchsvolle und spannende Ausbildung in vielen Berufsfeldern und geben unseren Azubis viel Freiraum, ihre eigenen Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Während der Ausbildung betreuen wir sie intensiv, bieten mehrtägige bis mehrwöchige interne und externe Ausbildungseinheiten an und bereiten sie in Zusammenarbeit mit dem Bildungsdienstleister Provadis und anderen Partnern auf die Abschlussprüfung vor.

OP: Was erwarten Sie von den Auszubildenden?

Henkel: Teamgeist, Freude daran, knifflige Probleme zu lösen und Spaß am Umgang mit Kunden und Kollegen. Bei den technischen Berufen sollte der Azubi vor allem auch flexibel sein was den Ausbildungsort und Lernstoff angeht. Viele technische Kurse finden bei Provadis in Frankfurt statt.

OP: Was sollen die Bewerbungs-Unterlagen beinhalten?

Henkel: Für 2015 sind die Stellen bereits vergeben, aber für 2016 nehmen wir gerne Bewerbungen per E-Mail an personal@pharmaserv.de an. Dabei sollen Bewerbungsunterlagen ein Anschreiben enthalten, aus dem ganz klar die Motivation für den Beruf hervorgeht. Dazu kommen der Lebenslauf und die letzten zwei Zeugnisse. Und zu guter Letzt natürlich alles, was den Bewerber besonders macht.

OP: Was zählt für Sie bei einer Bewerbung am meisten?

Henkel: Noten sind nicht alles. Wir achten verstärkt auf soziales Engagement der Bewerber, zum Beispiel ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, da wir ein Dienstleister mit viel Kundenkontakt sind und nicht ausschließlich auf fachliche Kompetenzen legen. Das Menschliche gehört immer mehr dazu. Bescheinigungen über freiwillige soziale Arbeit sehen wir natürlich gerne in den Bewerbungsunterlagen.

OP: Worauf achten Sie beim Bewerbungsgespräch?

Henkel: Wir versuchen im Vorfeld den Druck zu nehmen. Mit der Einladung zum Gespräch bekommen die Bewerber eine Aufgabe, auf die sie sich vorbereiten können und deren Lösung sie im Gespräch vorstellen. Da stellt sich raus, wie heiß sie auf den Job sind und ob sie ein Verständnis für die Materie haben. Wir fragen auch nach Schwächen, erwarten aber nicht allzu viel, gerade von jungen Bewerbern. Aber wir freuen uns schon über reflektierte Menschen.

OP: Was sehen Sie gar nicht gern?

Henkel: Unentschuldigte Fehlzeiten im Schulzeugnis sowie später im Beruf. Es kann vorkommen, dass es familiäre Probleme oder Ähnliches gibt, aber dann müssen die Bewerber oder Auszubildenden mit uns sprechen. Nur dann können wir Lösungen finden und auch mal einen Fehltritt durchgehen lassen.

OP: Wie bewerten Sie „Auszeiten“ wie ein Jahr Rucksackreise durch ein fremdes Land?

Henkel: So was finde ich sehr gut, gerade auch weil wir unseren Auszubildenden als lokal ausgerichtetes Unternehmen diese Internationalität nicht bieten können. Vor allem ­jüngere Menschen, zum Beispiel diejenigen, die vom G8 kommen, bekommen viel Lebenserfahrung mit. Wir unterstützen auch Bewerber, die ein Praktikum im Ausland machen möchten. Da gehört aber viel Eigeninitiative dazu.

OP: Was raten Sie Schülern, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind?

Henkel: Gerade bei den technischen Berufen muss man sich von dem Gedanken lösen, dass alles mit Dreck und harter körperlicher Arbeit zu tun hat. ­Natürlich gehört auch die handwerkliche Umsetzung zu den Aufgaben, mindestens genauso wichtig ist jedoch das Wissen darüber wie technische Anlagen funktionieren und dass vorab eine fundierte Beurteilung der anstehenden Aufgaben erfolgt.

OP: Gibt es wesentliche Unterschiede zwischen einer Bewerbung auf einen Praktikumsplatz und auf einen Ausbildungsplatz?

Henkel: Wir freuen uns, wenn sich junge Menschen für freiwillige Praktika interessieren. In der Bewerbung reicht dazu das letzte Zeugnis. Bescheinigungen über zum Beispiel freiwillige Arbeiten sollten immer beigelegt sein.

OP: Können die Azubis bei Pharmaserv nach ihrer Ausbildung mit einer Weiterbeschäftigung rechnen?

Henkel: Wir haben keine Übernahme-Garantie, wir sind jedoch bestrebt, unsere Azubis weiter zu beschäftigen, was in über 90% der Fälle gelingt. Immerhin investieren wir viel in die Ausbildung und möchten damit den Fachkräftebedarf der Zukunft decken. Viele unserer ehemaligen Azubis nutzen auch die Chance sich weiterzubilden, zum Beispiel zum Meister oder Techniker.

von Lisa-Martina Klein


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